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Leitzins EZB: 0,00 % (seit 16.03.2016)
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Der Markt für Festgeld bietet eine Menge an unterschiedlichen Angeboten. Hier haben wir die wichtigsten Infos gesammelt und informieren Sie regelmäßig über neue Entwicklungen rund um das Thema Festgeld.
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Der Kurs des Euro ist im Verhältnis zum US-Dollar auf den tiefsten Stand des Jahres gefallen. Die ausgeprägte Dollar-Stärke hat seit der Wahl des neuen US-Präsidenten Donald Trump zugenommen. Der Eurokurs erreichte gestern mit 1,0668 Dollar den tiefsten Stand seit Dezember 2015.

Trump-Erfolg bleibt nicht wirkungslos

Der triumphale Wahlerfolg von Donald Trump hat den Dollar im Vergleich zu anderen Leitwährungen deutlich gestärkt. Die Schwäche des Euro zum Dollar ist jedoch kein neues Phänomen, sondern seit April 2014 zu beobachten: Seinerzeit mussten für einen Euro noch 1,38 Dollar aufgebracht werden. Heute sieht es danach aus, dass Anfang 2017, wenn Amerika einen neuen Präsidenten hat und dieser seine Investitionsankündigungen in Taten umsetzt, eine Dollar-Euro-Parität möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich ist. Eine solche Parität gab es noch nie seit der Euro-Einführung. Analysten der Deutschen Bank sehen den Euro Ende 2017 sogar nur noch bei 0,95 US-Cent.

President-elected, ab 20. Januar 2017 im "mächtigsten Amt der Welt": Donald Trump (Foto: Gage Skidmore)

President-elect, ab 20. Januar 2017 dann im „mächtigsten Amt der Welt“: Donald Trump (Foto: Gage Skidmore)

Der Euro hat sich aber auch gegenüber anderen wichtigen Währungen wie dem Pfund oder dem Yen gab der Euro schwächer entwickelt. Die Europrobleme sind also nicht nur mit externen Effekten zu erklären, vielmehr Ausdruck einer strukturellen Schwäche.

US-Staatsanleihen bringen noch Zinsen

In diesem Zusammenhang gewinnt die Anlage in Fremdwährungen immer mehr Anhänger. Wer etwa amerikanische Staatsanleihen kauft, erhält hierfür eine Verzinsung, die deutlich über den deutschen Staatsanleihen liegt (bei einer Laufzeit von 10 Jahren aktuell 2,2 Prozent gegenüber 0,29 Prozent für deutsche Euroanleihen). Durch den möglichen Kursverlust des Euro zum Dollar kann sich noch einmal gutes Geld verdienen lassen. Natürlich ist auch eine Bewegung in die andere Richtung möglich.

Ausblick auf 2017

Neben einer neuen US-Führung wird auch der Verlauf des Brexit direkte und indirekte Auswirkungen auf das europäische Wirtschaftsumfeld bringen. Und Bewegung in den Märkten führt zu Chancen, die risikofreudige Anleger ergreifen können. Etwas besseres als 0,29 Prozent (und damit ein realer Wertverlust, da die Inflation in Deutschland gerade ansteigt und im Oktober bei 0,8 Prozent lag) sollte sich immer finden lassen, etwa mit einem Währungsanlagekonto. Viel Erfolg!

Achtung, das ist kein Scherz: 10-Jahres-Bundesanleihen bringen noch 0,01 Prozent

Deutschland und Europa sind im Anlagenotstand. Nur so lässt sich die hohe Nachfrage nach Bundesanleihen erklären, die gerade erst bei wieder bei einer Auktion deutlich wurde: Die Renditen sinken. Obwohl Bundesanleihen ein knappes Gut zu werden drohen, fiel die Aufstockung eines zehnjährigen Titels am Mittwoch dennoch durch.

Wie die FAZ heute berichtet, lag die Nachfrage in der Auktion unter dem Angebot von 4 Milliarden Euro. Die 46 Gebote erreichten 3,66 Milliarden Euro. Das reichte, um die Emissionsrendite auf das historische Tief von 0,01 Prozent zu drücken. Noch nie konnte der deutsche Staat so günstig für zehn Jahre Geld aufnehmen.

Ein wichtiger Käufer ist hierbei die EZB, wobei mittlerweile ein Niedrigstniveau erreicht ist, das viele Investoren abschreckt. Am Dienstag war die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sogar in den negativen Bereich gerutscht. Mit minus 0,033 Prozent war ein Rekordtief erreicht worden, der Wert erholte sich dann aber wieder leicht.

EZB kauft, was sie bekommen kann

Die EZB kauft aktuell auf dem offenen Markt für 80 Milliarden Euro im Monat ein. Neben Staatsanleihen und Pfandbriefen der Banken, was sie schon einige Zeit tut, nun seit einer Woche auch Unternehmensanleihen. Was bedeutet: Auch hier rutschen immer mehr Renditen in den negativen Bereich.

Immobilien? Kaum noch eine Alternative

Die klassische Alternative ist Immobilien – oder Gold. Doch zumindest beim “Betongold” ist eine Überhitzung erkennbar, auch im traditionell eher gesunden deutschen Markt. Wer sich die Entwicklung in den boomenden Regionen wie München, Hamburg oder Berlin ansieht, versteht dies auch ohne eine Ausbildung im Immobilienmanagement. Ein besonderer Treiber sind übrigens Zuwanderer, sowohl aus der Binnenwanderung als auch aus der EU – und nun ganz aktuell durch Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Letztere verteilen sich eben nicht gleichmäßig über das gesamte Bundesgebiet, sondern siedeln sich in wenigen Zentren an. Dadurch wird der dortige Wohnungsmarkt noch einmal zusätzlich unter Druck gesetzt, Mieter mit niedrigen Einkommen konkurrieren nun mit den finanziell leistungsfähigeren Kommunen, die Wohnraum für Flüchtlinge anmietet.

Unorthodoxe Anlageformen? Schon besser

Wohin nun mit dem Ersparten? Bei Minusrendite „zahlt“ man der Bank dafür, dass diese mit dem eigenen Geld arbeiten kann. Ein unnatürlicher Zustand. Auch wenn neben der Rendite natürlich die Sicherheit berücksichtigt werden sollte („sicher wie eine Bank“), so ist das doch ein schwaches Argument – warum dann nicht gleich das Bargeld zu Hause aufbewahren, unter dem Kopfkissen oder vielleicht besser in einem guten Versteck? Hier fallen dann zumindest keine Strafgebühren an. Man kann das Geld natürlich auch erst einmal in eine genehmere Form transformieren, etwa in Kunst. Diese sind dann ebenfalls eine Wertanlage, womöglich ist ein Wertzuwachs zu erzielen, immerhin schmücken sie aber das eigene Heim, was ja dann auch eine Art Rendite ist.

Ganz exotisch: Medizinstudium im Ausland finanzieren

Noch eine exotische Anlageform ist die in Menschen. Nein, nicht Menschenhandel ist gefragt, sondern die Finanzierung der Ausbildung von talentierten und motivierten Handwerkern, Studenten usw., bei denen man mit einiger Sicherheit davon ausgehen kann, dass diese in absehbarer Zeit durch die erworbene Qualifikation einen einträglichen Job finden werden. Und dann die Investition mit Zins und Zinseszins zurückzahlen können. Sieht auf den ersten Blick etwas moralisch bedenklich aus, aber damit kopieren sie nur das Geschäftsmodell, das die KfW schon seit vielen Jahren gewinnbringend betreibt. Tagesaktueller effektiver Jahreszinssatz dort: 4,16 Prozent.

Medizinstudium als Geldanlage

Medizinstudium als Geldanlage – klingt komisch, hat aber seinen Charme

Wer etwa die Ausbildung von vier Medizinern mit jeweils € 1500,- pro Monat und Student finanziert, müsste € 72.000 jährlich aufbringen. Bei einer Studiendauer von sechs Jahren sind wir bei € 432.00. Realistischerweise würde ein Student das Studium abbrechen – was aber nicht bedeutet, dass er seine Schulden zwangsweise nicht zurückzahlen wird. Gehen wir aber auch einmal von diesem Fall aus.

Der Abbruch erfolgt praktisch nie am Ende des Studiums, sondern nach zwei bis vier Semestern – unterstellen wir einen Verlust von € 50.000, die nicht mehr eingetrieben werden können. Dieser Verlust muss dann durch den in der Gesamtkalkulation inkludierten Risikoaufschlag ausgebügelt werden. Und es soll noch eine Rendite dabei herausspringen, die über den 0,01 der Bundesanleihe liegt (Scherz!). Die drei Mediziner, die mit einem Bruttoeinstiegsgehalt von € 4.000 plus X rechnen können, schulden uns dann zum Beginn der beruflichen Laufbahn jeweils € 108.00 plus Risikoaufschlag 1/3 von 50.000 plus unsere Rendite von sagen wir einmal sechs Prozent: Macht je gerundet € 130.000, also weniger als drei Bruttojahresgehälter (wohlgemerkt Einstiegsgehälter, ohne Zulagen).

Rosige Zukunftsausichten für Mediziner sind ein gutes Argument für diese Anlageform

Gehen wir davon aus, dass die drei Mediziner vorher bereits im Gesundheitssektor als Gesundheits- und Krankenpfleger beschäftigt waren und nun das doppelte Gehalt kassieren (noch einmal: Einstiegsgehälter – die Steigerung gegenüber der Gehaltsklasse Gesundheits- und Krankenpfleger wird bald auf das dreifache oder vierfache hinauslaufen), so könnte man sagen, dass diese Investition sich nach zehn bis zwölf Jahren für den Jungmediziner voll amortisiert hat, auch wenn der Einkommensausfall während des sechsjährigen Studiums berücksichtigt wird. Der Investor muss also kein schlechtes Gewissen haben – und kann sich über eine satte Rendite freuen (und er tut zudem etwas gutes für das Gesundheitswesen).

Um mit den € 1.500 „klarzukommen“ gibt es zwei Möglichkeiten: Studium in Deutschland ohne Studiengebühr, oder im Ausland, typischerweise mit Studiengebühr. Diese muss zwar dann zusätzlich aufgebracht werden, in osteuropäischen Staaten wie z.B. Bulgarien, die gerne von deutschen Medizinstudenten angesteuert werden, kann man dem jedoch wesentlich niedrigere Lebenshaltungskosten (Miete, Lebensmittel) entgegenhalten, die die Gebühr (hier: € 8.000 pro Studienjahr) praktisch gegenfinanzieren können.

Die Option Medizinstudium im Ausland ist für Studieninteressierte ohne eigene finanzielle Basis doppelt problematisch: Ein (vermeintlich) hohes Investment mit der abschreckenden Gebühr, zudem keine attraktiven Möglichkeiten, das Studium durch Nebenjobs zu finanzieren (wobei dies bei einem ernsthaft betriebenen Medizinstudium ohnehin nur sehr eingeschränkt möglich ist). Argumente pro und kontra Medizinstudium im Ausland finden sich hier auf der Website von medigate, einer auf die Vermittlung von Medizinstudenten nach Bulgarien spezialisierten Agentur. Ausland und Studium-Fremdfinanzierung passen also optimal zusammen! Zumal die Finanzierung durch eine deutsche Bank hier von vorneherein ausfällt.

…zu Risiken und Nebenwirkungen dieser Geldanlage…

Und im Ausland fällt auch das Problem Numerus Clausus weg, das Investitionen in Deutschland zu einem Glücksspiel in mehreren Dimensionen des Wortes macht. Wer daran glaubt, dass der Medizinermangel auch in zehn Jahren noch akut sein wird, und hierfür sprechen ja einige Fakten, für den ist dieses unorthodoxe Investment eine Überlegung wert. Ob die Zinsen in zehn Jahren noch immer um die Nullmarke mäandern – das läßt sich schlecht voraussagen. Aber auch im Falle eines Währungszusammenbruchs wäre das Investment in den Mediziner dann vielleicht gar nicht so dumm gewesen. Tipp: Einfach mal ausprobieren und in zehn Jahren berichten, über Risiken und Nebenwirkung sowie den aktuellen Arbeitsmarkt für Mediziner sollten Sie Ihren Hausarzt fragen. Man sollte aber ausreichend liquide Mittel mitbringen (zumindest für einen Studenten, wobei dann Chance und Risiko steigen (da nicht aufgesplittet auf mehrere Studenten) und einen soliden Schuldvertrag, aus dem sich der Mediziner später nicht rausklagen kann…

Seit heute haben wir im Euroraum eine Null-Verzinsung – was den Leitzins angeht. Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des Eurosystems betrug zuvor 0,05 % (seit dem 10. September 2014). Die Senkung ist also „moderat“, hat aber einen wichtigen psychologischen Wert. Denn weniger als Null geht nicht. Oder etwa doch?

Banken suchen nach Ausweg für Strafzinsen

Nun ja, wenn man als Bank (oder Banken gleichgestellte Institution) Geld bei der EZB parken möchte, gibt es hierfür keine Zinsen mehr – vielmehr wird eine Strafgebühr in Höhe von 0,4 Prozent p.a. verlangt! Diese sogenannte Einlagefazilität ist für Banken wichtig, um das Geld an einem sicheren Platz zu wissen – und prinzipiell auch, um hiermit zumindest einen geringen Zinsegewinn zu erzielen. Dieser absurde Negativzins hat bereits zu ersten Reaktionen geführt: Banken gehen dazu über, Geld eben nicht mehr an die EZB zu überführen, sondern große Bargeldbestände in eigenen Tresoren zu lagern und so die 0,4 Prozent Strafzinsen zu vermeiden. Bereits seit längerem versuchen Banken auch, eigene Goldbestände aufzustocken und sehen auch hierin einen sicheren Hafen für Geldbestände.

„Erosiondes Rechts“ laut Münchener-Rück-Chef

Münchener-Rück-Chef von Bomhard übte heftige Kritik an der Geldpolitik der EZB. Er warf der Bundesregierung laut einem Bericht auf Welt online vor, einem Vermögensverlust der Sparer in Deutschland durch die Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) tatenlos zuzusehen. Es sei in höchstem Maße befremdlich, dass sich die Bundesregierung angesichts der verhängnisvollen Zinspolitik der EZB nicht einschalte, sagte von Bomhard. Die „Erosion des Rechts“ sei mit Händen zu greifen. „Was wir sehen, besorgt uns in höchstem Maße.“ Die Umverteilung, die durch die Zinspolitik ausgelöst werde, treffe vor allem die Ärmeren. „Das kann man nicht einfach laufen lassen.“

Auswege: Gold oder Immobilien

Welche Möglichkeiten haben Privatanleger in dieser Gemengelage? Sicherlich ist durch die niedrigen Zinsen das Thema Immobilien attraktiv geworden. Doch nicht in jeder Region – Investments in Städten wie München wären auch bei einer tatsächlichen Nullverzinsung für Hypotheken ein gewagtes Vorhaben, da sich die Preise dort mitlerweile in astronomischen Höhen bewegen. Wer in einer Region lebt, in denen die Preise für Häuser und Wohnungen eine Seitwärtsbewegung erleben (und davon gibt es genug Regionen) und die Immobilie möglicherweise noch selbst nutzen möchte, macht beim Kauf jetzt nichts falsch, bei Hypothekenzinsen von im Schnitt 1,35 Prozent ist ein weiteres Absinken kaum vorstellbar. Und allen anderen bleibt die wieder attraktiver werdende Möglichkeit, Gold zu kaufen. Auch hier zieht der Preis zwar schon an, aber die jüngsten Signale aus Frankfurt werden diesen Trend weiter verstärken und beschleunigen – ein Einstieg ins Goldinvestment ist also noch lukrativ!

Laut einer Studie im Auftrag der Postbank muss der Hamburger Durchschnittsverdiener für eine 110 Quadratmeter große Wohnung sage und schreibe 155 Jahre lang seinen Immobilienkredit tilgen! In der Untersuchung wurden die in Deutschland lokal üblichen Gehälter mit den jeweiligen Immobilienpreisen vergleichen. Und – kaum überraschend – sind es gerade die „Boomstädte“ wie München, Frankfurt/Main, Köln und eben auch Hamburg, in denen zwar gut verdient wird, in denen die Immobilienpreise aber astronomische Höhen erreicht haben. Gut lachen kann man hingegen in Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt: Hier sind nur 6,1 Jahre nötig, um den Kredit komplett abzubezahlen.

Ausgegangen wurde jeweils von dem Fall, dass für Zins und Tilgung höchstens 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens aufgewendet werden können. Außerdem wurde eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent unterstellt.

Ein Erwerbsleben reicht nicht aus, um die Hypothek zurückzuzahlen

Hamburg ist ein Extremfall, aber in vielen anderen Städten sind Zeiträume von 40 Jahren und mehr (die als maximal noch sinnvolle Dauer einer Hypothek angesehen werden) nicht unüblich. In Würzburg muss ein Normalverdiener seinen Hypothekenkredit 54 Jahre zurückzahlen, ehe er sein Wohneigentum wirklich „besitzt“ – was deutlich länger als ein Erwerbsleben ist.

Ungünstig sieht es in Urlaubsregionen mit einem niedrigen Einkommensniveau aus, beispielsweise an der Ostseeküste. Hier sind Immobilien relativ teuer, da stete Nachfrage von Menschen aus reicheren Regionen mit Wunsch nach einem Wochenendhaus besteht – oder Immobilien gleich für touristische Zwecke genutzt werden. Dies in Verbindung mit den niedrigen Löhnen führt zu einer langen statistischen Tilgungsdauer.

Und zur weiteren Vertiefung bietet sich dieser Artikel in der F.A.Z. an, inklusive einer Deutschlandkarte, anhand derer man die Unterschiede in den Städten und Kreisen sehen kann.

Also doch nicht kaufen?

Ein Investitionszeitraum von über 40 Jahren ist für eine Privatperson schwer zu kalkulieren. Zu beachten ist: Bei diesen Rechenbeispielen wird das gegenwärtige Zinsniveau zugrunde gelegt. Und die Zinsen sind derzeit unnatürlich niedrig, lange wird es dabei nicht bleiben – und typischerweise sind die Hypothekenzinsen nur für eine begrenzte Zeitdauer gebunden. Die Kalkulation kann dadurch also in 10 Jahren obsolet sein. Natürlich könnten auch die Preise für Immobilien wieder fallen, die in den letzten Jahren stark angezogen sind – was bei Renditeobjekten katastrophale Auswirkungen haben könnte: Geringerer Immobilienwert (=niedriegere Miet- oder Pachteinnahmen), aber höhere Zins- und Tilgungsraten.

Bei der privat genutzten Immobilie mag der Verkehrswert zu vernachlässigen sein, aber auch hier ist es zumindest ärgerlich, wenn man zu viel bezahlt hat. Ob die Immobilienpreise in München und Co. noch weiter steigen – wer weiss das schon. Ein Treiber ist die Niedrigzinspolitik der EZB, und auch das zunehmende Auseinanderbrechen der Gesellschaft in „Working poor“ und Superreiche. Wenn man all diese Punkte zusammenrechnet, kann ein Festgeldkonto doch wieder Sinn machen – zumindest für Bewohner in den laut Postbank-Studie „ungünstigen“ Regionen unserer Republik!

Am morgigen Samstag ist der „Show-Down“ in Sachen Griechenland angekündigt.

Der Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat die permanenten Nothilfen für angeschlagene griechische Banken heftig kritisiert. Der „Emergency Liquidity Assistance“ (Ela) sei als eine vorübergehende Quelle von Liquidität gedacht gewesen, aus der sich Banken gegen Hinterlegung guter Pfänder frisches Geld beschaffen könnten. Doch im Fall Griechenlands werde die Ela-Hilfe nun schon für eine sehr lange Zeit genutzt und sei die einzige noch verbliebene Finanzierungsquelle der Banken. „Das wirft Zweifel auf hinsichtlich ihrer Solidität“, sagte Weidmann in einer Rede auf einem Finanzkongress in Frankfurt, wie die FAZ in diesem Artikel zitiert.

Die Positionen der EU-Staats- und Regierungschefs auf der einen Seite und der griechischen Staatsführung auf der anderen sind bis zuletzt noch weit entfernt. Mal abwarten, was das Wochenende bringt und ob wir am Montag schon eine Grexit-Situation haben werden…

Wir wünschen allen Lesern ein erfolgreiches, renditeträchtiges Jahr 2015. Aber vor allem natürlich Gesundheit. Bitte verlieren Sie nicht den Spaß an der Geldanlage, auch wenn die Zinsen auch dieses Jahr sehr niedrig beginnen und wohl auch bleiben werden. Aktuelle Konditionen liefert wie gewohnt unser Zinsspiegel für Festgeld.

Unsere besten Festgeldangebote werden hier vorgestellt.

Daneben haben wir auch einen Tagesgeldvergleich, wenn Sie zeitlich sehr flexibel anlegen möchten.

 

Wir haben – nach langer Zeit – wieder eine neue Bank in unseren Festgeldvergleich aufgenommen. Es handelt sich um ein bulgarisches Geldinstitut: Die Fibank (korrekt ausgeschrieben First Investment Bank) ist eine der größten bulgarischen Banken, wenngleich keine klassische Direktbank. Für Banken aus Bulgarien gelten die gleichen Mindestabsicherungen für Einlagen wie für alle Banken, die in der Europäischen Union angesiedelt sind: Bis zu 100.000 Euro sind private Anleger gegen einen Verlust im Falle einer Bankenpleite durch staatliche Garantien abgesichert.

Festgeld Fibank

Die Fibank versucht nun verstärkt, ihre Festgeldprodukte an deutsche Anleger zu verkaufen. Nominale Zinsen bis zu 3,7 Prozent p.a. sollten die Leser von Festgeld-Test.com sicherlich interessieren – weitere Informationen bietet unser Profil in der Rubrik Festgeldangebote:

Festgeld der Fibank

Wir werden das Festgeld jetzt erst einmal eine Weile beobachten und freuen uns wie immer über Ihr Feedback! Hier finden Sie allgemeine Infos zur Fibank.

Geldmünzen - auch Kleingeld zählt mit!

Foto: Andreas Morlok @ aboutpixel.de

Der portugiesische EZB-Vizechef Vitor Constancio hat am Sonntag die Ergebnisse des Bankenstresstest der Europäischen Zentralbank vorgestellt und fand für die Prüfung lobende Worte. Man hätte viel erreicht durch den Stresstest, und so detailliert seien Europas Bankbilanzen noch nie geprüft worden.  Warum wurde dieser Test überhaupt durchgeführt? Ein wichtiger Punkt im Finanzsystem ist das Vertrauen der privaten und gewerblichen Einleger, aber auch der Banken untereinander. Insbesondere letzteres hatte im Zuge der Wirtschafts- und Bankenkrise gelitten. Durch den Stresstest soll nun objektiv festgestellt werden, welche Banken im Falle einer (simulierten) Krisenlage einknicken könnten – und welche ausreichend stabil, also mit einem dicken Schutzmantel von Eigenkapital ausgestattet sind. Denn gerade der Interbankenhandel bricht ohne ausreichendes Vertrauen schnell zusammen, wie die vergangenen Jahre zeigten. Und dadurch kommt es auch indirekt zu Auswirkungen auf die reale Wirtschaft, denn Banken haben Liquiditätsprobleme und können somit auch keine Kredite mehr vergeben.

Wird der Intrabankenhandel jetzt zunehmen?

Erik Nielsen, seines Zeichens Chefvolkswirt der italienischen Großbank Unicredit, wird in der WiWo folgendermaßen zitiert. „Es gibt zu viele Entscheidungsträger, die glauben, dass allein die Veröffentlichung des Asset Quality Reviews und der Stresstests für eine Erhöhung der Kreditvergabe der Banken an den privaten Sektor sorgen wird, der dann irgendwie die Erholung auslösen wird. Aber das ist extrem unwahrscheinlich“.

Und was bedeutet das für Festgeld?

Die Einlagensicherung garantiert , dass private Einlagen bis zu 100.000 Euro je Person gesichert sind – hier greift die gesetzliche Entschädigung. Darüber hinaus gibt es weitere Mechanismen, die weit größere Summen abdecken. Bei privaten Banken (soweit sie Mitglied sind) findet der freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Deutscher Banken Anwendung, der Summen absichert, die für normale Anleger praktisch nicht erreichbar sind. Hier gilt freilich: Im Falle, dass mehrere große Banken ins Wanken geraten, ist dieser Einlagensicherungsfonds schnell erschöpft, dann springt die gesetzliche Entschädigung ein.
Die Interbankenproblematik – die EZB teilte im Rahmen ihrer Pressekonferenz zur Vorstellung des Stresstests mit, dass dieser Bereich sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert hätte – stört die Kreditvergabe. Man könnte nun schlussfolgern, dass Banken dann eher gewillt sein sollten, Geld von Einlegern zu akquirieren und so ihre Geldbasis zu stärken. Doch leider lässt sich dies im gegenwärtigen Zinsumfeld für Festgeld nicht feststellen, denn die Zinsen steigen nicht. Sie sind wohl vorwiegend durch den niedrigen Leitzinssatz geprägt, den wir hier schön als Infografik dargestellt haben.

Ihre Erfahrungen
Sie konnten bereits Erfahrungen mit Festgeld sammeln? Verlief die Eröffnung eines Festgeldkontos unkompliziert - oder haben Sie vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht und würden keinen Euro mehr auf einem Festgeldkonto anlegen, da sie enttäuscht wurden?

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Festgeld-Zitat
"Der eine spart, der andere braucht Geld, das er noch nicht hat. Das muss organisiert werden. Das nennt man Bank. So einfach ist das."

Wolfgang Schäuble, Finanzminister

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