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Int. Banken
Der Markt für Festgeld bietet eine Menge an unterschiedlichen Angeboten. Hier haben wir die wichtigsten Infos gesammelt und informieren Sie regelmäßig über neue Entwicklungen rund um das Thema Festgeld.
Ihnen gefällt das Informationsangebot von Festgeld-Test.com? Unser Mix aus Hinweisen auf die aktuellen Zinsen für Festgeld und volkswirtschaftliche Analysen, damit Sie Ihre Strategie optimieren können? Dann freuen wir uns, wenn Sie uns weiter empfehlen!

Wer Geld clever investieren möchte, der sollte sich möglichst umfangreich informieren. Beim Festgeld ist dies besonders notwendig, da hier ein Anlagezeitraum über mehrere Jahre „fixiert“ wird – das Geld kann vorzeitig nur unter Zinsverlust wieder verfügbar gemacht werden, ist also „fest“ angelegt.

Artikel-Schlagworte: „Festgeld“

Die Wüstenrot Bank hat mit Wirkung von heute (10. September 2009) die Zinsen für Festgeld leicht abgesenkt. Wie gehabt sind Anlagen ab 5.000 Euro möglich, ab 25.000 Euro gibt es bessere Zinskonditionen.

Für das Festgeld „Top Termingeld Flex“ sind bei der Wüstenrot Bank nun für Anlagen in Festgeld über einen Zeitraum von 12 Monaten 1,01 Prozent, bei 24 Monaten 1,66 Prozent und bei 48 Monaten 2,33 Prozent zu realisieren.

Ab 25.000 Euro Anlagevolumen kommt man in den Genuss von 1,11 Prozent, 1,88 Prozent bzw. 2,55 Prozent für die entsprechenden Anlagezeiträume.

Über diese Werbung gelangen Sie direkt zum Festgeldangebot der Wüstenrot Bank:


Die aktuellen Zinsen aller hier vorgestellten Festgeldangebote finden Sie wie gewohnt in unserem

Festgeld Vergleich

In den letzten Monaten fand eine Zinssenkung nach der anderen statt. Zuletzt senkte die Bank of Scotland die Zinsen für ihr Tagesgeldkonto von 3,0 auf 2,5 Prozent – obwohl man gerade erst mit einer groß anlegten Werbekampagne im Fernsehen für die 3,0 geworben hatte.

Die Mercedes-Bank brachte gar das Kunststück zustande, innerhalb eines Monats (Juli) zwei Zinssenkungen für ihr Festgeld durchzusetzen.

trichet

EZB-Präsident Trichet

Da die letzte Leitzinsanpassung der Europäischen Zentralbank vom Mai schon einige Monate zurückliegt, dürfte sich dieser wichtige Einflussfaktor jetzt in den Angeboten auf dem Markt niedergeschlagen haben.

Gestern bezeichnete EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in einer Pressekonferenz nach einer Sitzung des EZB-Rates das gegenwärtige Zinsniveau als angemessen.

On the basis of its regular economic and monetary analyses, the Governing Council decided to leave the key ECB interest rates unchanged. The current rates remain appropriate, taking into account all the information and analyses that have become available since our last meeting on 6 August 2009.

Die Bundestagswahlen in Deutschland, dem größten Mitglied in der Euro-Zone, könnten auch eine Auswirkung auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung haben. Sollten sich die optimistischen Einschätzungen einiger Wirtschaftsexperten bewahrheiten und die Talsohle der Wirtschafts- und Finanzkrise tatsächlich schon durchschritten sein, dürfte das Zinsniveau langfristig auch wieder ansteigen.

Doch Kritiker sehen in den Milliardensummen, die in das Bankensystem gepumpt wurden, eine Gefahr: „Wie kann die Liquidität wieder aus dem Markt herausgenommen werden“, fragte sich sogar der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Hier ist ein reales Inflationsrisiko gegeben.

Somit lässt sich in der gegenwärtigen Situation keine Prognose über das zukünftige Zinsniveau für Festgeld und Tagesgeld abgeben. Ende des Jahres, wenn sich der „Wahlkampfnebel“ gelichtet und eine neue Regierung gebildet hat, sollte aber Klarheit bestehen, wohin die Reise geht. Wer jetzt Geld anlegen möchte, kann weder etwas falsch, noch etwas richtig machen – die zukünftige Entwicklung ist einfach zu unsicher.

Nach der Sommerpause soll heute mal wieder ein neues Finanzinstitut unter die Lupe genommen werden: Die SEB Bank. Die deutsche Tochter der größten Bank Schwedens hat ein interessantes Festgeld in ihrem Angebot. Die SEB unterscheidet bei ihren Produkten zwischen einem „Festgeld“ mit maximaler Laufzeit von einem Jahr und dem länger laufenden Termingeldkonto. Letzteres ist unsere Empfehlung.

Bei einer Laufzeit von 24, 36 oder 48 Monaten werden Zinsen von 2,30 Prozent p.a., 2,8 Prozent p.a. respektive 3,20 Prozent p.a. geboten. Das ist in der derzeitigen Marktsituation ein sehr guter Wert. Gerade die längstmögliche Anlagedauer des Termingeldkontos von 4 Jahren erscheint uns sehr interessant. Hier liegt die SEB Bank nahezu gleichauf mit der Mercedes Bank, die wir hier sonst gerne für längerfristige Geldanlagen empfehlen.
Um dieses Festgeldangebot zu nutzen, müssen Anleger mindestens 2.500 Euro investieren, die Zinsauszahlung erfolgt jährlich.

Anders als bei der Bank of Scotland gelten für die SEB Bank übrigens die deutschen Regelungen des Einlagensicherungsfonds. Sie ist also auch für Geldanlagen oberhalb der 50.000-Euro Grenze, bis zu der die Bank of Scotland immer eine gute Option bleibt, uneingeschränkt zu empfehlen.

Hier geht es direkt weiter zum Festgeld (dem „TermingeldKonto“) der SEB Bank.

…und hier noch unser Kurzprofil der SEB Bank.

Der allgemeine Trend zu niedrigen Zinsen setzt sich fort: Auch die Bank of Scotland hat die Zinsen für das Tagesgeldkonto gesenkt. Erst Anfang Juli waren die Konditionen für Anleger verschlechtert worden, die Zinsen sanken damals von 3,3 auf 3,0 Prozent.

Wer sein Geld jetzt bei der Bank of Scotland anlegt, erhält nur noch eine Verzinsung von 2,5 Prozent. Die Senkung überracht etwas, da die Bank of Scotland erst gerade mit einer großangelegten Werbekampagne für den (ehemaligen) 3,0-Zinssatz begonnen hatte. Doch anscheinend gibt der Markt Raum für solche Zinssenkungen her. Der wesentliche Vorteil des Tagesgeldkontos das Bank of Scotland, die große Flexibilität, bleibt freilich erhalten. Somit ist dieses Produkt gut geeignet, um sein Geld zu Parken und auf wieder steigende Zinsen zu warten.

Nach gerade einmal einem Monat senkt die Mercedes-Bank erneut die Zinsen für Festgeld und Festzinsanlage. Diese waren bereits mit Wirkung vom 1. Juli 2009 an deutlich nach unten korrigiert worden. Warum das Geldinstitut nun erneut an der Zinsschraube dreht, bleibt schleierhaft. Anscheinend ist das Kundeninteresse so groß, dass man glaubt, seine Produkte etwas unattraktiver gestalten zu können.


Wie immer gilt der Tipp: Wer ohnehin sein Geld in Festgeld anlegen möchte, sollte das noch gültige Festgeldangebot ausnutzen. Wichtig ist immer der Zinssatz zum tatsächlichen Laufzeitbeginn!

Hier die neuen Bedingungen:

Festgeld der Mercedes-Bank

Laufzeit Zinsen bis 30.07.09 Zinsen ab 31.07.09
3 Monate 1,00% p.a. 0,75% p.a.
6 Monate 1,30% p.a. 1,10% p.a.
9 Monate 1,40% p.a. 1,30% p.a.
12 Monate 2,25% p.a. 2,00% p.a.

Festzinsanlage der Mercedes-Bank

Laufzeit Zinsen bis 30.07.09 Zinsen ab 31.07.09
2 Jahre 3,00% p.a. 2,50%
3 Jahre 3,25% p.a. 3,00%
4 Jahre 3,60% p.a. 3,30%
5 Jahre 3,60% p.a. 3,40%
6 Jahre 3,75% p.a. 3,50%

Besonders deutlich ist der Rückgang bei der sehr beliebten Festzinsanlage über 2 Jahre: Hier wurde beim Zinssatz (wie bereits vor einem Monat) ein halber Prozentpunkt abgezogen. Wer noch im Juni einen Vertrag abgeschlossen hatte, sicherte sich satte 3,5 Prozent Zinsen.

Hier geht es direkt zum Festgeld und zur Festzinsanlage (extern).

Update: Sie suchen die aktuellsten Informationen? Hier gibt es die neuesten Infos zum Mercedes Bank Festgeld.

Update 2 (27. Oktober 2009) : Die Mercedes Bank nutzt nun für beide Produkte einheitlich den neuen Namen Festzinskonto. Hier der Artikel zum Festzinskonto der Mercedes Bank. Die hier angegebenen Konditionen wurden im übrigen nicht geändert.

Heute wurden unser Vergleich der Festgeld-Zinsen für die hier vorgestellten Festgeld-Angebote aktualisiert. Die Wüstenrot-Bank mit dem Top Termingeld flex und die Citibank Deutschland mit ihrem Citibank-Festgeld haben ihre Konditionen verändert. Wie zu erwarten sind die Zinsen in beiden Fällen leicht gesunken.

Anleger, die sich in den letzten Monaten für Festgeld entschieden haben, können sich als Gewinner fühlen. Schließlich profitieren sie von den damals hohen Zinsen, die ja über die ganze Laufzeit der Geldanlage gelten, und einem gegenwärtig sehr niedrigen Inflationsniveau. Obendrein sind Geldanlagen wie Festgeld und Tagesgeld bei deutschen Banken durch eine Reform der Einlagensicherung seit Juli 2009 noch besser geschützt. Doch wie sieht es mit Kleinanlegern aus, die jetzt nach einer attraktiven Geldanlage suchen? Ist Festgeld noch eine gute Geldanlage?

Zum einen muss man eingestehen, dass die Zinsen für Festgeld deutlich nachgegeben haben. Sämtliche Anbieter haben ihre Zinssätze reduziert, teilweise gleich mehrfach. Doch wenn man den Zinssatz für Festgeld in Bezug zum Inflationsniveau setzt, so ist die Rendite nicht unbedingt schlechter geworden. Bei einer Inflation nahe Null ist ein Zinssatz von 3 Prozent für Festgeld schließlich mit einem Zinssatz von 5 Prozent vergleichbar, wenn in letzterem Fall die Inflationsrate ebenfalls um 2 Prozentpunkte ansteigt.

Aber soll man sich damit zufrieden geben? Ist ein Kauf von Aktien oder Unternehmensanleihen nicht lukrativer als das „langweilige“ Festgeld oder das verwandte Tagesgeld? Wer auf die richtigen Unternehmen gesetzt hat, konnte in der jüngsten Vergangenheit nette Kursgewinne einfahren. Doch wer glaubt, dass die Wirtschaftskrise in Deutschland endgültig vorbei ist und die Aktien jetzt nach oben schießen, sollte sich einmal den Gastbeitrag des Börsenexperten Dirk Müller auf Spiegel Online durchlesen.

Der Artikel mit dem furchterregenden Titel „Die nächste Billionenblase droht zu platzen“ lässt sich in etwa so zusammenfassen: Die Preise für Rohstoffe und Aktien steigen derzeit deutlich an. Doch dies ist keineswegs auf ein Ende der Weltrezession zurück zu führen. Vielmehr habe eine Flucht aus dem US-Dollar eingesetzt – das Kapital sucht sich einen sicheren Ort. Da eine Währungsreform in Amerika oder zumindest eine bewusst herbeigeführte hohe Inflationsrate zum Abbau der Staatsverschuldung nach Meinung einiger Experten das einzige Mittel darstellt, verliert der Dollar derzeit an Glaubwürdigkeit. Sollten sich diesem Trend auch die Ratingagenturen anschließen und die US-Leitwährung ihren Bonus verlieren, könnte dies zu einem Absturz führen: Die US-Regierung müsste sich zu höheren Zinsen refinanzieren, und institutionelle Anleger wären gezwungen, sich von US-Anleihen trennen, die dann nicht mehr die geforderte Sicherheit erfüllten.

Gegenwärtig sei bereits eine Flucht in feste Werte, also etwa Rohstoffe und Aktien, erkennbar. Die amerikanische Notenbank Fed kaufe inzwischen selbst Staatsanleihen, für die sich offenbar keine Käufer mehr finden.

    Marktbeobachter vermuten, dass China, Japan und die Ölstaaten, die großen Kreditgeber der USA, dabei sind, ihre amerikanischen Staatsanleihen abzubauen.

Ein weitere Indikator: Der Goldpreis verharrt auf seinem hohen Stand.

Gingen die Investoren von einem baldigen Ende der Krise aus, würden sie ihre Sicherheitspositionen in Gold abbauen.

Mehr zum Thema Gold finden Sie übrigens auf dieser Seite rund um das Thema Gold kaufen.

Und wie ist diese Prognose des Börsenexperten Dirk Müller nun zu bewerten? Welche Schlussfolgerungen sollten deutsche Anleger ziehen?

Aktien sind sicherlich immer eine gute Investition, wenn man einen langen Atem hat. Festgeld ist durch seine gute Planbarkeit, die immer noch interessanten Zinsen (mehr dazu in unserem Vergleich von Festgeld-Zinsen) und der seit Juli besseren Absicherung im Falle einer Bankeninsolvenz eine Geldanlage, die in keinem Portfolio fehlen sollte. Ob Sie auch Aktien und/oder Gold kaufen, hängt von ihrer jeweiligen Strategie ab – Aktien sind zumindest in der immer noch unsicheren Wirtschaftslage eine riskante Investition.  Festgeld ist und bleibt eine gute Geldanlage – aber bitte legen sich es nicht in US-Dollar an.

Die Stiftung Warentest empfiehlt für das kurzfristige Parken die Geldanlageformen Festgeld und Tagesgeld. Da das Girokonto meist keinerlei Zinsen einbringe, und auf dem Sparbuch derzeit im Schnitt nur 1,25 Prozent Zinsen zu erzielen seien, sieht Stiftung Warentest in den jederzeit verfügbaren Tagesgeldkonten oder im Festgeld mit seinem garantiertem Zins die bessere Alternative.

In der Tat spricht nichts dafür, über einen längeren Zeitraum größere Beträge auf dem Girokonto zu deponieren. Je nach eigenem Lebenswandel und den regelmäßig auftretenden Kosten wie Miete, Versicherung, usw. dürfte ein Monatsgehalt in der Regel als Puffer ausreichen. Denn wenn eine Dauerauftrag oder eine Lastschrift nicht getätigt werden kann, da die notwendige Deckung nicht vorhanden ist, entstehen zusätzliche Kosten.

Insbesondere das Tagesgeldkonto bietet sich durch seine hohe Flexibilität als ideale Lagerstätte für die privaten Finanzen an. Wenn man auf einen Geldbetrag längere Zeit nicht angewiesen ist, ist aufgrund der besseren Rendite die Festgeld-Geldanlage vorzuziehen.

Aktuelle Konditionen und Informationen über empfehlenswerte Festgeldangebote und Tagesgeldangebote finden Sie in unserem

Festgeld-Vergleich.

Ihre Erfahrungen
Sie konnten bereits Erfahrungen mit Festgeld sammeln? Verlief die Eröffnung eines Festgeldkontos unkompliziert - oder haben Sie vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht und würden keinen Euro mehr auf einem Festgeldkonto anlegen, da sie enttäuscht wurden?

Helfen Sie anderen privaten Anlegern durch ausführliche Kommentare, egal ob zu konkreten Produkten (Festgeld, Tagesgeld) oder allgemein zur finanzpolitischen Entwicklung. Vielen Dank!
Festgeld-Zitat
"Der eine spart, der andere braucht Geld, das er noch nicht hat. Das muss organisiert werden. Das nennt man Bank. So einfach ist das."

Wolfgang Schäuble, Finanzminister

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