Viele verunsicherte Kleinanleger fragen sich nach der Sicherheit der Bank of Scotland. Da dieses Bankinstitut Tocher einer ausländischen, genauer einer britischen Bank ist, findet die deutsche Einlagensicherung hier keine Anwendung. Aber wie sicher ist die Bank of Scotland nun konkret?
Um die Sicherheit der privaten Einlagen zu verstehen, muss man sich die genauen Regelungen ansehen, die im Falle einer Bankenpleite das Geld der Privatanleger sichern sollen, die sogenannte Einlagensicherung. Im Falle der Bank of Scotland ist die Sonderregelung für Zweigniederlassungen europäischer Banken anzuwenden. Die Bank of Scotland mit Sitz in Berlin ist als eine Zweigniederlassung der britischen Bank of Scotland (Sitz Edinburgh, Schottland) zu betrachten, es gilt also die Einlagesicherung des Landes, in dem die Bank ihren Hauptsitz hat – und das ist Großbritannien.
Der staatliche britische Einlagensicherungsfonds, dem die Bank of Scotland angeschlossen ist, sichert Kundeneinlagen bis zu einem Gegenwert von insgesamt 85.000 britischen Pfund zu 100 % ab (pro Kunde, das entspricht etwa 100.000 €). Somit ist beispielsweise der deutsche Kunde, der ein Tagesgeldkonto oder ein Festgeldkonto der Bank of Scotland führt, mit einer Anlage von bis zu 100.000 € im Falle einer Bankeninsolvenz vollständig abgesichert.
Wir denken, dass das Heimatland Großbritannien – trotz der Finanzprobleme, die der Staat derzeit hat – weiterhin eines der wirtschaftlich stabilsten Länder in der Europäischen Union ist. Es hat zudem auch eine sehr lange Bankentradition. Und wer an der Stabilität Großbritanniens zweifelt, dem wird vermutlich auch Deutschland nicht sicher genug sein. Man kann unserer Meinung nach also sagen: Die Bank of Scotland ist sicher. Und die Tatsache, dass die deutsche Tochter mittlerweile zu den größten Direktbanken in Deutschland zählt, sollte diese Aussage zusätzlich stützen.
Zudem ist die Bank of Scotland im Oktober 2011 der freiwilligen Einlagensicherung des Bundesverbandes Deutscher Banken beigetreten, der bei Ausfällen oberhalb der durch die britische Einlagensicherung abgesicherten Beträge aktiv wird. Die aktuelle Summe, die hierbei für die Bank of Scotland Anwendung findet, kann beim Bankenverband angefragt werden, nach Angaben der Bank of Scotland beläuft sich die Garantiesumme zur Zeit auf 250.000 Euro. Hier mehr Infos zur Einlagensicherung in Deutschland.
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