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Obama ist schon wieder weg, der Medienhype klingt ab. Ein nicht uninteressantes Wirtschaftsthema wurde von ihm in seiner Rede vor dem Brandenburger Tor nur gestreift, ist aber einen Blogpost wert – die Freihandelszone zwischen den USA und der Europäischen Union, über die gerade gespochen wird. Wann soll sie kommen? Das dürfte noch einige Jahre dauern, aber alleine die Idee, so etwas ernsthaft anzugehen, ist erst einmal begrüßenswert.

Was ist mit dem Transatlantisches Freihandelsabkommen gemeint?

Hierunter versteht man einen völkerrechtlichen Vertrag zwischen zwei Subjekten, also Staaten oder Staatenverbunden, um den Handel zu stimulieren. In der Europäischen Union haben die Nationalstaaten ihre Souveränität über den Außenhandel schon lange an die EU-Kommission abgegeben, daher wären hier einzelstaatliche Freihandelsabkommen auch gar nicht mehr realisierbar.

Ein Freihandelsabkommen geht über die sogenannte Zollunion (Wegfall von Zöllen) hinaus. Es werden auch Standards angeglichen und non-tarifäre Handelshemmnisse abgebaut. Solche können in unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen an elektronische Geräte, in der Auszeichnung von Lebensmitteln, Umweltschutzvorschriften und auf vielen weiteren Feldern auftauchen.

Auch die Vergabe staatlicher Aufträge (Ausschreibungen) kann innerhalb einer Freihandelszone harmonisiert werden – und so Unternehmen aus allen Mitgliedstaaten eine Teilnahme ermöglichen. In der EU sind staatliche Auftraggeber verpflichtet, Ausschreibungen aber einer bestimmten Größe europaweit auszuschreiben.

Was bring es und wem nützt es?

Volkswirte sind in der Regel der Meinung, dass Freihandelsabkommen langfristig allen Parteien nützen. Sei es, dass Exportmärkte erschlossen werden können, sei es, das günstige Importe das Warenangebot im Land vergrößern, die Lebenshaltungskosten der Menschen und Investitionskosten der Unternehmen reduzieren. Kurzfristig können so Ungleichgewichte noch zunehmen, langfristig sollte ein natürliches Gleichgewicht entstehen, in dem jede Nation die Güter und Dienstleistungen produziert, die es wettbewerbshähig anbieten kann.

Besonders profitieren würden Exportnationen wie Deutschland, die bereits rege Handelsbeziehungen mit den USA pflegen – durch einheitliche Standards könnte dies weiter angekurbelt werden. Auf die Vorteile des Handels zwischen Volkswirtschaften wies Anfang des 19. Jahrhunderts der britische Ökonom David Ricardo hin und entwickelte das Ricardo Modell der komparativen Kostenvorteile).

Auswirkungen auf Wechselkurs Euro und Dollar?

Rege Handelsbeziehungen zwischen zwei Währungsräumen dürften auch dazu beitragen, dass die Wechselkursschwankungen reduziert werden. Innerhalb der europäischen Union ist man den Weg über feste Wechselkurse hin zu einer einheitlichen Währung, dem Euro, gegangen. Dies kann als die Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion betrachtet werden, mithin also ein noch höheres Niveau der wirtschaftlichen Integration als dies über ein Freihandelsabkommen realisiert wird. Fixierte Wechselkurse zwischen Euro und Dollar wären, wenn man dies zu Ende denkt, in weiter Ferne also vorstellbar. Bis Mitte der 1970er Jahre gab es das übrigens (Goldstandard, System von Bretton.Woods), so unrealistisch ist die Sache also nicht.,

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Wolfgang Schäuble, Finanzminister

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