Artikel-Schlagworte: „Wirtschaftskrise“
Diese Internetseite ist erst wenige Monate alt und erfreut sich schon großer Beliebtheit. Vielen Dank an alle Besucher für das Vertrauen in unsere Ratschläge und Empfehlungen, die hoffentlich hilfreich waren. Konstruktive Beiträge (Kommentare) sind natürlich immer willkommen, oft mussten wir hier aber Schleichwerbung löschen… Das Festgeld-Jahr neigt sich dem Ende entgegen, der Dezember 2009 ist der Monat, in dem man auf das Jahr 2009 zurückblicken kann.
Der Trend, soviel scheint klar, ging 2009 klar in Richtung sichere Geldanlagen. Die Krise im Finanzsektor, bei der so mancher Kleinanleger viel Geld verloren hat, führte zu einer Rückbesinnung auf sichere Anlagen für das private Vermögen. Die historisch wohl sicherste Anlage ist die in Gold – und hier hat eine regelrechte Goldgräberstimmung die Republik und die ganze Welt erfasst, der Goldpreis ist geradezu explodiert. Natürlich ist die Investition in Gold eine Anlage ohne feste Rendite, hier kann man nur auf steigende Kurse hoffen.
Als klassische Krisenwährung ist das wertstabile Gold gerade für Anlager interessant, die Angst vor einer Hyperinflation haben – und genau deshalb wurde 2009 in großen Mengen Gold gekauft. Bisher sind fürden Beginn einer Hyperinflation keine Anzeichen erkennbar, aber die Krise ist ja auch noch nicht ausgestanden – im Jahr 2010 wird sich zeigen, wie sich die Milliardensummen, die die Regierung in den Wirtschaftskreislauf gepumpt hat, bei der dann hoffentlich wieder anziehenden Konjunktur auswirken werden.
Eine andere sichere Geldanlage ist natürlich das Festgeld, und darum soll es hier ja gehen! Festgeld ist freilich eine Form der Geldanlage, die – anders als Gold – keinen Wert an sich hat, sondern an den Wert der jeweiligen Währung gekoppelt ist. Dafür hat man hier aber den Vorteil, eine Verzinsung zu erzielen. Nichts spricht dagegen, in seinem Portfolio auch Gold zu berücksichtigen, jedoch sollten verzinsliche und renditebringende Anlageformen wie Festgeld das Übergewicht behalten.
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Anleger, die sich in den letzten Monaten für Festgeld entschieden haben, können sich als Gewinner fühlen. Schließlich profitieren sie von den damals hohen Zinsen, die ja über die ganze Laufzeit der Geldanlage gelten, und einem gegenwärtig sehr niedrigen Inflationsniveau. Obendrein sind Geldanlagen wie Festgeld und Tagesgeld bei deutschen Banken durch eine Reform der Einlagensicherung seit Juli 2009 noch besser geschützt. Doch wie sieht es mit Kleinanlegern aus, die jetzt nach einer attraktiven Geldanlage suchen? Ist Festgeld noch eine gute Geldanlage?
Zum einen muss man eingestehen, dass die Zinsen für Festgeld deutlich nachgegeben haben. Sämtliche Anbieter haben ihre Zinssätze reduziert, teilweise gleich mehrfach. Doch wenn man den Zinssatz für Festgeld in Bezug zum Inflationsniveau setzt, so ist die Rendite nicht unbedingt schlechter geworden. Bei einer Inflation nahe Null ist ein Zinssatz von 3 Prozent für Festgeld schließlich mit einem Zinssatz von 5 Prozent vergleichbar, wenn in letzterem Fall die Inflationsrate ebenfalls um 2 Prozentpunkte ansteigt.
Aber soll man sich damit zufrieden geben? Ist ein Kauf von Aktien oder Unternehmensanleihen nicht lukrativer als das „langweilige“ Festgeld oder das verwandte Tagesgeld? Wer auf die richtigen Unternehmen gesetzt hat, konnte in der jüngsten Vergangenheit nette Kursgewinne einfahren. Doch wer glaubt, dass die Wirtschaftskrise in Deutschland endgültig vorbei ist und die Aktien jetzt nach oben schießen, sollte sich einmal den Gastbeitrag des Börsenexperten Dirk Müller auf Spiegel Online durchlesen.
Der Artikel mit dem furchterregenden Titel „Die nächste Billionenblase droht zu platzen“ lässt sich in etwa so zusammenfassen: Die Preise für Rohstoffe und Aktien steigen derzeit deutlich an. Doch dies ist keineswegs auf ein Ende der Weltrezession zurück zu führen. Vielmehr habe eine Flucht aus dem US-Dollar eingesetzt – das Kapital sucht sich einen sicheren Ort. Da eine Währungsreform in Amerika oder zumindest eine bewusst herbeigeführte hohe Inflationsrate zum Abbau der Staatsverschuldung nach Meinung einiger Experten das einzige Mittel darstellt, verliert der Dollar derzeit an Glaubwürdigkeit. Sollten sich diesem Trend auch die Ratingagenturen anschließen und die US-Leitwährung ihren Bonus verlieren, könnte dies zu einem Absturz führen: Die US-Regierung müsste sich zu höheren Zinsen refinanzieren, und institutionelle Anleger wären gezwungen, sich von US-Anleihen trennen, die dann nicht mehr die geforderte Sicherheit erfüllten.
Gegenwärtig sei bereits eine Flucht in feste Werte, also etwa Rohstoffe und Aktien, erkennbar. Die amerikanische Notenbank Fed kaufe inzwischen selbst Staatsanleihen, für die sich offenbar keine Käufer mehr finden.
- Marktbeobachter vermuten, dass China, Japan und die Ölstaaten, die großen Kreditgeber der USA, dabei sind, ihre amerikanischen Staatsanleihen abzubauen.
Ein weitere Indikator: Der Goldpreis verharrt auf seinem hohen Stand.
Gingen die Investoren von einem baldigen Ende der Krise aus, würden sie ihre Sicherheitspositionen in Gold abbauen.
Mehr zum Thema Gold finden Sie übrigens auf dieser Seite rund um das Thema Gold kaufen.
Und wie ist diese Prognose des Börsenexperten Dirk Müller nun zu bewerten? Welche Schlussfolgerungen sollten deutsche Anleger ziehen?
Aktien sind sicherlich immer eine gute Investition, wenn man einen langen Atem hat. Festgeld ist durch seine gute Planbarkeit, die immer noch interessanten Zinsen (mehr dazu in unserem Vergleich von Festgeld-Zinsen) und der seit Juli besseren Absicherung im Falle einer Bankeninsolvenz eine Geldanlage, die in keinem Portfolio fehlen sollte. Ob Sie auch Aktien und/oder Gold kaufen, hängt von ihrer jeweiligen Strategie ab – Aktien sind zumindest in der immer noch unsicheren Wirtschaftslage eine riskante Investition. Festgeld ist und bleibt eine gute Geldanlage – aber bitte legen sich es nicht in US-Dollar an.