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Leitzins EZB: 0,00 % (seit 16.03.2016)
Int. Banken
Der Markt für Festgeld bietet eine Menge an unterschiedlichen Angeboten. Hier haben wir die wichtigsten Infos gesammelt und informieren Sie regelmäßig über neue Entwicklungen rund um das Thema Festgeld.
Ihnen gefällt das Informationsangebot von Festgeld-Test.com? Unser Mix aus Hinweisen auf die aktuellen Zinsen für Festgeld und volkswirtschaftliche Analysen, damit Sie Ihre Strategie optimieren können? Dann freuen wir uns, wenn Sie uns weiter empfehlen!

Die Europäische Zentralbank (EZB, Internetauftritt www.ecb.int) bestimmt unter anderem die wichtigen Leitzinsen. An diesen orientieren sich Banken und passen, je nach Anhebung oder Senkung des Leitzinssatzes, ihre Finenzprodukte (Festgelder, Tagesgelder, Kredite) nach oben- oder unten an. Zudem stabilisiert die EZB durch unterschiedliche Maßnahmen das europäische Bankensystem – vom Vertrauen in die EZB hängt das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung Euro ab. Hier eine Auswahl unserer Artikel über die Europäische Zentralbank, deren Amtssitz in Frankfurt am Main im Herzen Deutschlands ist.

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Achtung, das ist kein Scherz: 10-Jahres-Bundesanleihen bringen noch 0,01 Prozent

Deutschland und Europa sind im Anlagenotstand. Nur so lässt sich die hohe Nachfrage nach Bundesanleihen erklären, die gerade erst bei wieder bei einer Auktion deutlich wurde: Die Renditen sinken. Obwohl Bundesanleihen ein knappes Gut zu werden drohen, fiel die Aufstockung eines zehnjährigen Titels am Mittwoch dennoch durch.

Wie die FAZ heute berichtet, lag die Nachfrage in der Auktion unter dem Angebot von 4 Milliarden Euro. Die 46 Gebote erreichten 3,66 Milliarden Euro. Das reichte, um die Emissionsrendite auf das historische Tief von 0,01 Prozent zu drücken. Noch nie konnte der deutsche Staat so günstig für zehn Jahre Geld aufnehmen.

Ein wichtiger Käufer ist hierbei die EZB, wobei mittlerweile ein Niedrigstniveau erreicht ist, das viele Investoren abschreckt. Am Dienstag war die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sogar in den negativen Bereich gerutscht. Mit minus 0,033 Prozent war ein Rekordtief erreicht worden, der Wert erholte sich dann aber wieder leicht.

EZB kauft, was sie bekommen kann

Die EZB kauft aktuell auf dem offenen Markt für 80 Milliarden Euro im Monat ein. Neben Staatsanleihen und Pfandbriefen der Banken, was sie schon einige Zeit tut, nun seit einer Woche auch Unternehmensanleihen. Was bedeutet: Auch hier rutschen immer mehr Renditen in den negativen Bereich.

Immobilien? Kaum noch eine Alternative

Die klassische Alternative ist Immobilien – oder Gold. Doch zumindest beim “Betongold” ist eine Überhitzung erkennbar, auch im traditionell eher gesunden deutschen Markt. Wer sich die Entwicklung in den boomenden Regionen wie München, Hamburg oder Berlin ansieht, versteht dies auch ohne eine Ausbildung im Immobilienmanagement. Ein besonderer Treiber sind übrigens Zuwanderer, sowohl aus der Binnenwanderung als auch aus der EU – und nun ganz aktuell durch Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Letztere verteilen sich eben nicht gleichmäßig über das gesamte Bundesgebiet, sondern siedeln sich in wenigen Zentren an. Dadurch wird der dortige Wohnungsmarkt noch einmal zusätzlich unter Druck gesetzt, Mieter mit niedrigen Einkommen konkurrieren nun mit den finanziell leistungsfähigeren Kommunen, die Wohnraum für Flüchtlinge anmietet.

Unorthodoxe Anlageformen? Schon besser

Wohin nun mit dem Ersparten? Bei Minusrendite „zahlt“ man der Bank dafür, dass diese mit dem eigenen Geld arbeiten kann. Ein unnatürlicher Zustand. Auch wenn neben der Rendite natürlich die Sicherheit berücksichtigt werden sollte („sicher wie eine Bank“), so ist das doch ein schwaches Argument – warum dann nicht gleich das Bargeld zu Hause aufbewahren, unter dem Kopfkissen oder vielleicht besser in einem guten Versteck? Hier fallen dann zumindest keine Strafgebühren an. Man kann das Geld natürlich auch erst einmal in eine genehmere Form transformieren, etwa in Kunst. Diese sind dann ebenfalls eine Wertanlage, womöglich ist ein Wertzuwachs zu erzielen, immerhin schmücken sie aber das eigene Heim, was ja dann auch eine Art Rendite ist.

Ganz exotisch: Medizinstudium im Ausland finanzieren

Noch eine exotische Anlageform ist die in Menschen. Nein, nicht Menschenhandel ist gefragt, sondern die Finanzierung der Ausbildung von talentierten und motivierten Handwerkern, Studenten usw., bei denen man mit einiger Sicherheit davon ausgehen kann, dass diese in absehbarer Zeit durch die erworbene Qualifikation einen einträglichen Job finden werden. Und dann die Investition mit Zins und Zinseszins zurückzahlen können. Sieht auf den ersten Blick etwas moralisch bedenklich aus, aber damit kopieren sie nur das Geschäftsmodell, das die KfW schon seit vielen Jahren gewinnbringend betreibt. Tagesaktueller effektiver Jahreszinssatz dort: 4,16 Prozent.

Medizinstudium als Geldanlage

Medizinstudium als Geldanlage – klingt komisch, hat aber seinen Charme

Wer etwa die Ausbildung von vier Medizinern mit jeweils € 1500,- pro Monat und Student finanziert, müsste € 72.000 jährlich aufbringen. Bei einer Studiendauer von sechs Jahren sind wir bei € 432.00. Realistischerweise würde ein Student das Studium abbrechen – was aber nicht bedeutet, dass er seine Schulden zwangsweise nicht zurückzahlen wird. Gehen wir aber auch einmal von diesem Fall aus.

Der Abbruch erfolgt praktisch nie am Ende des Studiums, sondern nach zwei bis vier Semestern – unterstellen wir einen Verlust von € 50.000, die nicht mehr eingetrieben werden können. Dieser Verlust muss dann durch den in der Gesamtkalkulation inkludierten Risikoaufschlag ausgebügelt werden. Und es soll noch eine Rendite dabei herausspringen, die über den 0,01 der Bundesanleihe liegt (Scherz!). Die drei Mediziner, die mit einem Bruttoeinstiegsgehalt von € 4.000 plus X rechnen können, schulden uns dann zum Beginn der beruflichen Laufbahn jeweils € 108.00 plus Risikoaufschlag 1/3 von 50.000 plus unsere Rendite von sagen wir einmal sechs Prozent: Macht je gerundet € 130.000, also weniger als drei Bruttojahresgehälter (wohlgemerkt Einstiegsgehälter, ohne Zulagen).

Rosige Zukunftsausichten für Mediziner sind ein gutes Argument für diese Anlageform

Gehen wir davon aus, dass die drei Mediziner vorher bereits im Gesundheitssektor als Gesundheits- und Krankenpfleger beschäftigt waren und nun das doppelte Gehalt kassieren (noch einmal: Einstiegsgehälter – die Steigerung gegenüber der Gehaltsklasse Gesundheits- und Krankenpfleger wird bald auf das dreifache oder vierfache hinauslaufen), so könnte man sagen, dass diese Investition sich nach zehn bis zwölf Jahren für den Jungmediziner voll amortisiert hat, auch wenn der Einkommensausfall während des sechsjährigen Studiums berücksichtigt wird. Der Investor muss also kein schlechtes Gewissen haben – und kann sich über eine satte Rendite freuen (und er tut zudem etwas gutes für das Gesundheitswesen).

Um mit den € 1.500 „klarzukommen“ gibt es zwei Möglichkeiten: Studium in Deutschland ohne Studiengebühr, oder im Ausland, typischerweise mit Studiengebühr. Diese muss zwar dann zusätzlich aufgebracht werden, in osteuropäischen Staaten wie z.B. Bulgarien, die gerne von deutschen Medizinstudenten angesteuert werden, kann man dem jedoch wesentlich niedrigere Lebenshaltungskosten (Miete, Lebensmittel) entgegenhalten, die die Gebühr (hier: € 8.000 pro Studienjahr) praktisch gegenfinanzieren können.

Die Option Medizinstudium im Ausland ist für Studieninteressierte ohne eigene finanzielle Basis doppelt problematisch: Ein (vermeintlich) hohes Investment mit der abschreckenden Gebühr, zudem keine attraktiven Möglichkeiten, das Studium durch Nebenjobs zu finanzieren (wobei dies bei einem ernsthaft betriebenen Medizinstudium ohnehin nur sehr eingeschränkt möglich ist). Argumente pro und kontra Medizinstudium im Ausland finden sich hier auf der Website von medigate, einer auf die Vermittlung von Medizinstudenten nach Bulgarien spezialisierten Agentur. Ausland und Studium-Fremdfinanzierung passen also optimal zusammen! Zumal die Finanzierung durch eine deutsche Bank hier von vorneherein ausfällt.

…zu Risiken und Nebenwirkungen dieser Geldanlage…

Und im Ausland fällt auch das Problem Numerus Clausus weg, das Investitionen in Deutschland zu einem Glücksspiel in mehreren Dimensionen des Wortes macht. Wer daran glaubt, dass der Medizinermangel auch in zehn Jahren noch akut sein wird, und hierfür sprechen ja einige Fakten, für den ist dieses unorthodoxe Investment eine Überlegung wert. Ob die Zinsen in zehn Jahren noch immer um die Nullmarke mäandern – das läßt sich schlecht voraussagen. Aber auch im Falle eines Währungszusammenbruchs wäre das Investment in den Mediziner dann vielleicht gar nicht so dumm gewesen. Tipp: Einfach mal ausprobieren und in zehn Jahren berichten, über Risiken und Nebenwirkung sowie den aktuellen Arbeitsmarkt für Mediziner sollten Sie Ihren Hausarzt fragen. Man sollte aber ausreichend liquide Mittel mitbringen (zumindest für einen Studenten, wobei dann Chance und Risiko steigen (da nicht aufgesplittet auf mehrere Studenten) und einen soliden Schuldvertrag, aus dem sich der Mediziner später nicht rausklagen kann…

Seit heute haben wir im Euroraum eine Null-Verzinsung – was den Leitzins angeht. Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des Eurosystems betrug zuvor 0,05 % (seit dem 10. September 2014). Die Senkung ist also „moderat“, hat aber einen wichtigen psychologischen Wert. Denn weniger als Null geht nicht. Oder etwa doch?

Banken suchen nach Ausweg für Strafzinsen

Nun ja, wenn man als Bank (oder Banken gleichgestellte Institution) Geld bei der EZB parken möchte, gibt es hierfür keine Zinsen mehr – vielmehr wird eine Strafgebühr in Höhe von 0,4 Prozent p.a. verlangt! Diese sogenannte Einlagefazilität ist für Banken wichtig, um das Geld an einem sicheren Platz zu wissen – und prinzipiell auch, um hiermit zumindest einen geringen Zinsegewinn zu erzielen. Dieser absurde Negativzins hat bereits zu ersten Reaktionen geführt: Banken gehen dazu über, Geld eben nicht mehr an die EZB zu überführen, sondern große Bargeldbestände in eigenen Tresoren zu lagern und so die 0,4 Prozent Strafzinsen zu vermeiden. Bereits seit längerem versuchen Banken auch, eigene Goldbestände aufzustocken und sehen auch hierin einen sicheren Hafen für Geldbestände.

„Erosiondes Rechts“ laut Münchener-Rück-Chef

Münchener-Rück-Chef von Bomhard übte heftige Kritik an der Geldpolitik der EZB. Er warf der Bundesregierung laut einem Bericht auf Welt online vor, einem Vermögensverlust der Sparer in Deutschland durch die Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) tatenlos zuzusehen. Es sei in höchstem Maße befremdlich, dass sich die Bundesregierung angesichts der verhängnisvollen Zinspolitik der EZB nicht einschalte, sagte von Bomhard. Die „Erosion des Rechts“ sei mit Händen zu greifen. „Was wir sehen, besorgt uns in höchstem Maße.“ Die Umverteilung, die durch die Zinspolitik ausgelöst werde, treffe vor allem die Ärmeren. „Das kann man nicht einfach laufen lassen.“

Auswege: Gold oder Immobilien

Welche Möglichkeiten haben Privatanleger in dieser Gemengelage? Sicherlich ist durch die niedrigen Zinsen das Thema Immobilien attraktiv geworden. Doch nicht in jeder Region – Investments in Städten wie München wären auch bei einer tatsächlichen Nullverzinsung für Hypotheken ein gewagtes Vorhaben, da sich die Preise dort mitlerweile in astronomischen Höhen bewegen. Wer in einer Region lebt, in denen die Preise für Häuser und Wohnungen eine Seitwärtsbewegung erleben (und davon gibt es genug Regionen) und die Immobilie möglicherweise noch selbst nutzen möchte, macht beim Kauf jetzt nichts falsch, bei Hypothekenzinsen von im Schnitt 1,35 Prozent ist ein weiteres Absinken kaum vorstellbar. Und allen anderen bleibt die wieder attraktiver werdende Möglichkeit, Gold zu kaufen. Auch hier zieht der Preis zwar schon an, aber die jüngsten Signale aus Frankfurt werden diesen Trend weiter verstärken und beschleunigen – ein Einstieg ins Goldinvestment ist also noch lukrativ!

Geldmünzen - auch Kleingeld zählt mit!

Foto: Andreas Morlok @ aboutpixel.de

Der portugiesische EZB-Vizechef Vitor Constancio hat am Sonntag die Ergebnisse des Bankenstresstest der Europäischen Zentralbank vorgestellt und fand für die Prüfung lobende Worte. Man hätte viel erreicht durch den Stresstest, und so detailliert seien Europas Bankbilanzen noch nie geprüft worden.  Warum wurde dieser Test überhaupt durchgeführt? Ein wichtiger Punkt im Finanzsystem ist das Vertrauen der privaten und gewerblichen Einleger, aber auch der Banken untereinander. Insbesondere letzteres hatte im Zuge der Wirtschafts- und Bankenkrise gelitten. Durch den Stresstest soll nun objektiv festgestellt werden, welche Banken im Falle einer (simulierten) Krisenlage einknicken könnten – und welche ausreichend stabil, also mit einem dicken Schutzmantel von Eigenkapital ausgestattet sind. Denn gerade der Interbankenhandel bricht ohne ausreichendes Vertrauen schnell zusammen, wie die vergangenen Jahre zeigten. Und dadurch kommt es auch indirekt zu Auswirkungen auf die reale Wirtschaft, denn Banken haben Liquiditätsprobleme und können somit auch keine Kredite mehr vergeben.

Wird der Intrabankenhandel jetzt zunehmen?

Erik Nielsen, seines Zeichens Chefvolkswirt der italienischen Großbank Unicredit, wird in der WiWo folgendermaßen zitiert. „Es gibt zu viele Entscheidungsträger, die glauben, dass allein die Veröffentlichung des Asset Quality Reviews und der Stresstests für eine Erhöhung der Kreditvergabe der Banken an den privaten Sektor sorgen wird, der dann irgendwie die Erholung auslösen wird. Aber das ist extrem unwahrscheinlich“.

Und was bedeutet das für Festgeld?

Die Einlagensicherung garantiert , dass private Einlagen bis zu 100.000 Euro je Person gesichert sind – hier greift die gesetzliche Entschädigung. Darüber hinaus gibt es weitere Mechanismen, die weit größere Summen abdecken. Bei privaten Banken (soweit sie Mitglied sind) findet der freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Deutscher Banken Anwendung, der Summen absichert, die für normale Anleger praktisch nicht erreichbar sind. Hier gilt freilich: Im Falle, dass mehrere große Banken ins Wanken geraten, ist dieser Einlagensicherungsfonds schnell erschöpft, dann springt die gesetzliche Entschädigung ein.
Die Interbankenproblematik – die EZB teilte im Rahmen ihrer Pressekonferenz zur Vorstellung des Stresstests mit, dass dieser Bereich sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert hätte – stört die Kreditvergabe. Man könnte nun schlussfolgern, dass Banken dann eher gewillt sein sollten, Geld von Einlegern zu akquirieren und so ihre Geldbasis zu stärken. Doch leider lässt sich dies im gegenwärtigen Zinsumfeld für Festgeld nicht feststellen, denn die Zinsen steigen nicht. Sie sind wohl vorwiegend durch den niedrigen Leitzinssatz geprägt, den wir hier schön als Infografik dargestellt haben.

Damit hatte niemand gerechnet: Die Europäische Zentralbank hat in ihrer heutigen Sitzung eine Senkung des Leitzinses angekündigt. Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des Eurosystems, so die offizielle Bezeichnung, wird um 10 Basispunkte auf 0,05 % gesenkt. Der neue Zinssatz gilt erstmals für das am 10. September abzuwickelnde Geschäft. Ein neuer Niedrigrekord, und gefühlt haben wir damit die Nullfinanzierung erreicht.

Auch interessant: Banken müssen ab jetzt „zahlen“, wenn Sie Gelder bei der EZB einlegen. Der Zinssatz für die Einlagefazilität wird mit Wirkung vom 10. September 2014 um 10 Basispunkte auf -0,20 % gesenkt. Eine Strafe für die Banken sozusagen.

Fazit: Ein doppelter Versuch, den Geldmarkt in Bewegung zu bringen, also mehr Liquidität für Firmen (und Privatpersonen) in der Eurozone zur Verfügung zu stellen. Insbesondere soll die schwache Konjunktur im Süden des Kontinents so in Bewegung gebracht werden. Möglicherweise haben auch die aktuellen Verstimmungen mit Russland diese Entscheidung der EZB begünstigt. Für Festgeldanleger bedeutet das: Die Zinsen auf Einlagen bleiben niedrig, sinken evtl. noch weiter ab. Schlechte Zeiten also, wobei man auch die ebenfalls niedrige Inflationsrate berücksichtigen sollte, die im August 2014 bei gerade mal 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt. Anleger sollten also versuchen, zumindest mehr als diese Marke an Verzinsung zu erzielen, um keine reale Kapitalvernichtung zu betreiben.

Hier zum Überblick der Festgelder, die wir empfehlen

Zum 13. November 2013 wird die europäische Zentralbank (EZB) den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des Eurosystems wird um 25 Basispunkte auf 0,25 % senken. Ein Rekordtief, und damit sind wir nun nahezu auf dem „Null-Prozent-Punkt“ angelangt. Der wichtigste Leitzinssatz hat direkte und indirekte Auswirkungen auf das allgemeine Zinsniveau. Dieses dürfte damit negative Impulse bekommen, negativ im Sinne der Anleger. Positiv hingegen für Kreditnehmer, etwa Häuslebauer, die Hypotheken aufnehmen möchten. hier wird die ohnehin günstige Refinanzierung noch billiger, wobei die Banken sich bei Veränderungen ihrer Zinssätze im Falle einer Senkung oder Erhöhung des des Leitzinses immer etwas Zeit lassen. Üblicherweise zum Nachteil des Einlegers bzw. Kreditnehmers.

 

Unsere Empfehlung

Hier kann man eigentlich nur empfehlen, jetzt schnell in das Geldanlageprodukt der Wahl einzusteigen, denn sinkende Zinsen sind vorbestimmt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit Wirkung vom 8. Mai 2013 eine weitere Senkung des sogenannten Leitzinses (Main refinancing operations -fixed rate) vorgenommen. Damit ist dieser wichtige Zinssatz, der mittelbare Auswirkungen auf das Zinsniveau für Anleger hat, auf dem niedrigsten Stand seit der Einführung des Euro. Anleger müssen sich also auf weitere Niedrigzinsen für ihre Festgelanlagen einstellen.

Die Entscheidung zur Zinssenkung fasste der EZB-Rat am 2. Mai auf seiner Sitzung in Bratislava. Daneben wurden zwei weitere geldpolitischen Beschlüsse gefasst, nämlich dass der Zinssatz für die Einlagefazilität (d.h. die Einlagen der Banken bei der EZB) unverändert bei 0,00 % bleibt und dass der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität wird mit Wirkung vom 8. Mai 2013 um 50 Basispunkte auf 1,00 % gesenkt wird. Begründet wurde die Entscheidung durch EZB-Präsident Draghi mit den niedrigen Inflationsrisiken und der Notwendigkeit, Wachstumsimpulse für die schwächelnde europäische Konjunktur zu geben.

Wir meinen zur Zinssenkung der EZB:

Durch die Zinssenkung ist auf absehbare Zeit mit Minizinsen zu rechnen. Geldanleger können oft nicht einmal mehr den Wertverlust ihrer Anlage durch die Verzinsung, die ihnen ihre Bank gewährt, ausgleichen. Soll man deshalb sein Geld gleich ganz in den Konsum stecken? Das ist sicherlich nicht empfehlenswert. Und auch andere Anlagemöglichkeiten wie Immobilien oder Aktien sind auf den zweiten Blick nicht mehr ganz so attraktiv, da hier bereits ein Preisniveau erreicht wurde, das auf eine Überhitzung des Marktes deutet. Angesagt ist aktuell also, die eigenen Verluste so gering wie möglich zu halten, denn andere Alternativen gibt es nicht. Einzige Ausnahme ist der Goldkauf, doch hier sollte man nur einen moderaten Anteil des eigenen Vermögens investieren. Experten empfehlen hier 10 bis 20 Prozent des verfügbaren Anlagekapitals in Goldbarren zu „vergolden“.

Nach der Schleckerpleite ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft gegen Anton Schlecker. Der Kaufhauskonzern Karstadt kündigt an, 2000 Mitarbeiter zu entlassen, der Absatz von Opel bricht dramatisch ein (worauf ein neuer Chef übernimmt) – und heute wird auch noch die Insolvenz des Nürburgring bekannt gegeben. In den letzten Tagen und Wochen häufen sich die schlechten Finanznews, so scheint es zumindest. Und dabei habe wir das Thema Euro und Griechenlandkrise noch gar nicht mit aufgeführt…

Der EZB-Leitzins ist seit dem 11. Juli auf einem Rekordtief angelangt, für Zinsen von nur noch 0,75 Prozent können sich Geschäftsbanken bei den in Frankfurt ansässigen EU-Zentralbankern mit Barem eindecken. Dadurch soll die lahmende Konjunktur angeschoben werden, unter der Deutschland zwar mit am wenigsten aller EU-Mitgliedstaaten leidet, die aber auch hier langsam erkennbar wird.

Diese Niedrigzinspolitik führt zwangsweise auch zu sinkenden Festgeldzinsen. Die Bank of Scotland hat beispielsweise vor ein paar Tagen wieder an der Zinsschraube gedreht – nach unten. Doch gibt es Alternativen zum Festgeld, die Sicherheit und Rendite sowie Planbarkeit so gut miteinander kombinieren? Nein, die gibt es nicht:

  • Aktien versprechen bei gut laufenden Geschäften höhere Renditen, diese können jedoch auch ganz ausfallen bzw. Aktien können ihren Wert im Falle einer Unternehmenspleite komplett einbüßen. Durch die Wertschwankungen kann ein privater Finanzbedarf, der schnell gedeckt werden muss, wenn die Kurse einmal unten sind, zu großen Einbußen führen. Ein Vorteil: Aktien wären von einem Zusammenbruch des Euro nur indirekt betroffen, da der Aktienbesitzer hier echte Werte erworben hat – was auch für die beiden folgenden Optionen gilt.
  • Immobilien versprechen langfristig eine moderate Rendite sowie eine kontinuierliche Wertsteigerung, sie sind jedoch nur schwer (ohne Verluste) zu verkaufen, wenn man dringenden Bedarf an Liquidität hat
  • Gold ist wertstabil und kann leicht verkauft und gegebenenfalls transportiert werden. Nachteil: Keine Rendite, nur Wertzuwachs
  • Bundesschatzbriefe wurden gerade abgeschafft… schade… Gibt es das gute alte Sparbuch eigentlich noch?

Unser Tipp: Festgeld ist nach wie vor eine gute Form der Geldanlage mit einer einfach zu kalkulierenden Rendite. Also keine Angst vor niedrigen Zinsen, denn die Inflationsrate im Euroraum ist gering (für Deutschland lag sie im Juni 2012 verglichen mit dem Vorjahresmonat bei 2,0 Prozent), die Realzinsen sind also besser als viele Experten meinen…

Die Europäische Zentralbank wird den Leitzinssatz, der aktuell bei einem Prozent liegt, nicht ändern. In ihrer heutigen Sitzung wurde eine Änderung abgelehnt, obgleich sich die wirtschaftliche Lage in zahlreichen EU-Mitgliedsstaaten immer weiter zuspitzt. Aktuell leidet insbesondere Spanien und einer einem Rückgang der Industrieproduktion und einer Massenarbeitslosigkeit, die diesen Namen verdient – fast 25 Prozent Arbeitslosenquote, und bei Jugendlichen ist jeder zweite ohne Job. Daher hatten manche Beobachter mit einer moderaten Senkung gerechnet, zumal andere Zentralbanken (Japan, USA) niedrigere Zinssätze für die Zurverfügungstellung von Geld an Bankinstitute verlangen.

Wie entwickeln sich die Festgeldzinsen?

Was bedeutet diese Entscheidung für Festgeld-Interessierte und allgemein für private Anleger? Es ändert sich erst einmal nichts! In den letzten Monaten sind die Zinsen für Festgeld schrittweise zurückgegangen, eine Senkung des Leitzinses hätte diese Entwicklung weiter beschleunigt. In den nächsten Wochen werden sich alle Blicke auf Spanien richten. Sollte die viertgrößte Volkswirtschaft in der Euro-Zone (nach Deutschland, Frankreich und Italien) tatsächlich Probleme mit der Erneuerung von Krediten haben, und sollten die zur Stabilisierung des heimischen Bankensektors notwendigen Mittel noch höher werden als erwartet, könnte sich auch die EZB zu einem weiteren „großen Schlag“ entschließen, also eine Zinssenkung und/oder Freistellung von einer weiteren Tranche an Geldern zu einem niedrigen Zinssatz an Banken, wie sie das ja vor Kurzem bereits einmal getan hat.

Ihre Erfahrungen
Sie konnten bereits Erfahrungen mit Festgeld sammeln? Verlief die Eröffnung eines Festgeldkontos unkompliziert - oder haben Sie vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht und würden keinen Euro mehr auf einem Festgeldkonto anlegen, da sie enttäuscht wurden?

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Festgeld-Zitat
"Der eine spart, der andere braucht Geld, das er noch nicht hat. Das muss organisiert werden. Das nennt man Bank. So einfach ist das."

Wolfgang Schäuble, Finanzminister

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