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In Griechenland hat ein Run auf die Banken eingesetzt. Wie SPIEGEL ONLINE unter Berufung auf eine Studie der Commerzbank berichtet, haben die griechischen Bürger in den vergangenen drei Monaten fast acht Milliarden Euro von ihren Sparkonten abgehoben und in die Schweiz, nach Zypern und Großbritannien überwiesen. Transaktionen in dieser Größenordnung kenne man sonst nur von bei Bankenkrisen in Schwellenländern.

Die Kreditwürdigkeit Griechenlands hat sich dramatisch verschlechtert. Die griechische Regierung muss für Staatsanleihen derzeit 3,9 Prozentpunkte höhere Zinsen zahlen als beispielsweise Deutschland – die höchste Differenz seit dem Eintritt des kleinen Balkanstaates in die Euro-Zone.

Auch der Wert des Euro leidet unter der Griechenland-Krise – gegenüber dem US-Dollar ist die Gemeinschaftswährung auf einen Kurs von unter 1,34 Dollar je Euro abgerutscht. Der stärker werdende Dollar macht Geldanlagen im US-Währungsraum wieder attraktiver. Früher oder später könnte sich auch die EZB genötigt sehen, den Euro durch eine Anhebung des Leitzins wieder international attraktiver zu machen – zumal ja die Konjunktur langsam, aber sicher wieder anzuziehen scheint.

In einem schöne Beitrag wird heute in der FAZ (Online-Ausgabe) eine Idee aufgegriffen, die auch hier schon geäußert wurde: Die Zinsen dürften bald wieder steigen.

Der Artikel mit dem eingängigen Titel Bereitmachen zur Wende weist zutreffend auf eine bereits erfolgte Erhöhung des Leitzinses in Australien hin – ein erstes Zeichen für eine globale konjunkturelle Belebung. Der Europa-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, wird von der FAZ mit folgender Aussage zitiert:

„Im nächsten Sommer, im dritten Quartal, heben dann auch die amerikanische Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank ihre Zinsen an – vermutlich ziemlich gleichzeitig.“

Ob man das jetzt schon so genau sagen kann, möchten wir einmal offen lassen. Doch dass der konjunkturelle Tiefpunkt erreicht scheint, sowohl in den USA als auch in der EURO-Zone, darüber sind sich die Experten mehr oder weniger einig. Lediglich das Tempo, mit dem wir den Vor-Krisen-Stand wieder erreichen können, wird unterschiedlich eingeschätzt.

Im Falle Deutschlands könnten sich die Arbeitslosenzahlen im Winter und Frühjahr 2010 massiv erhöhen – insbesondere dann, wenn Betriebe es nicht schnell genug schaffen, wieder Fuß zu fassen und Arbeitnehmer, die derzeit in der Kurzarbeit “geparkt” sind, entlassen müssen. Denn dieser Zustand ist natürlich nicht langfristig aufrecht zu erhalten.

Im Juni 2009 waren bundesweit 1.433 Millionen Arbeitnehmer von Kurzarbeit betroffen – Männer übrigens überproportional, jeder siebte Mann musste kurzarbeiten. Das sind wahrhaft große Zahlen. Sollte ein größerer Teil hiervon seinen Arbeitsplatz verlieren, und davon muss man ausgehen, wird das auch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland bremsen.

Doch zurück zum Leitzins, der ja auch mittelbaren Einfluss auf die Zinsen für Festgeld hat. Die EZB orientiert sich in ihren Entscheidungen, die im EZB-Rat getroffen werden, zuvorderst an der Inflationsrate. Diese soll in einem gewissen Korridor gehalten werden, ein Mindestmaß an Inflation darf nicht unterschritten, eine Höchstgrenze aber auch nicht überschritten werden – sonst muss die EZB reagieren.

Ein im FAZ-Artikel zitierter Experte rät aufgrund dieser allgemeinen Unsicherheit (wobei Zinserhöhungen auf jeden Fall kommen werden) zu einer Anlage entweder in Tagesgeld oder in Festgeld mit einer kürzeren Laufzeit.

Unser Tipp: Nicht alles auf eine Karte setzen.

Wir könne Ihnen aufgrund der unübersehbaren Lage nur raten, nicht ihr gesamtes liquides Vermögen in ein einziges Produkt zu investieren. Natürlich müssen hier viele individuelle Faktoren bedacht werden, etwa ob Sie das Geld jetzt schon komplett zur Verfügung haben oder erst nach und nach einsteigen möchten, was für Konsumausgaben in den nächsten Jahren anstehen, usw..

In den meisten Fällen würden wir zu einer teilweisen Anlage in ein Tagesgeldkonto raten, auch wenn hier die Zinsen nicht fixiert sind und sogar nochmals sinken könnten, der Rest sollte aber in Festgeld – evtl. auch in mehrere Festgeldprodukte – investiert werden.

Denn höhere Zinsen bei einer höheren Geldanlage gibt es nur selten, bei Mercedes Benz Bank, VW-Bank oder SEB Bank macht es gar keinen Unterschied, ob Sie 50.000 Euro in Festgeld anlegen, oder fünf mal 10.000 Euro in Festgeld investieren – der Zins ist identisch, und Gebühren fallen ohnehin keine an.

Bei einer Stückelung in mehrere Festgeldanlagen könnten Sie beispielsweise 20.000 Euro für einen Zeitraum von 1 Jahre anlegen, 10.000 Euro für 2 Jahre und nochmals 20.000 für 3 Jahre – so erreichen Sie auch bei der Geldanlage Festgeld ein gewisses Maß an Flexibilität, denn wenn praktisch jährlich eine Festgeldanlage ausläuft, können Sie entscheiden, wie Sie das Geld weiter investieren oder komsumieren möchten. Wobei Sie natürlich jederzeit ein Festgeldkonto (bei einem Zinsverlust, der je nach Bank unterschiedlich ausfällt) auflösen dürfen, d.h. an das Geld “rankommen” – bei einer gestückelten Anlage haben Sie so aber einen geringeren Zinsverlust, da der Zinsausfall nicht Ihr gesamtes Anlagevermögen betrifft.

Wir sehen im Festgeld nach wie vor eine sehr gute Anlageform, bei größeren Summen sollten Sie unserer Meinung nach stückeln und die Geldanlage mit einem Tagesgeldkonto ergänzen. Nutzen Sie auch unseren Festgeld-Vergleich, um die passenden Festgeldangebote zu finden.

“Die Wirtschaft in der Euro-Zone stabilisiert sich”, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, nach der gestrigen Sitzung des EZB-Rats. Das Organ ist für die Festsetzung des Leitzinssatzes zuständig, die Sitzungen werden von der Öffentlichkeit regelmäßig mit großem Interesse verfolgt. Die Unsicherheit sei aber “hoch”, und die Erholung werde “holprig” sein, so Trichet weiter.

Ergebnis der Tagung: Alles bleibt wie gehabt.  Der EZB-Leitzins, der auch einen direkten Einfluss auf Zinsen für Geldanlagen wie etwa Festgeld hat, bleibt auf seinem Rekordtief von 1,0 Prozent. Seit dem 13. Mai 2009 können sich die Geschäftsbanken der Euro-Zone zu diesem niedrigen Zinssatz refinanzieren. Wobei dies nicht der alleinige Weg der Refinanzierung für Banken ist – wie Norbert Walter, der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Mitte September in einem interessanten Interview mit Tagesschau.de klarstellte. Somit ist eine Gegenüberstellung von Leitzins und Festgeldzins bzw. Zinsen für Hypotheken etc. nicht so ohne weiteres möglich.

Zur Zinspolitik zitiert die Financial Times Deutschland den Europachefvolkswirt bei Global Insight, Howard Archer: “Es ist unwahrscheinlich, dass der Zins weiter sinkt. Aber die EZB hat auch keine Eile zu erhöhen”, so Archer.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute, dass die Preise im September erneut gesunken sind. In den nächsten Monaten dürfte die Inflation aber wieder etwas ansteigen.

Somit ist auch hier kein Signal für höhere Zinsen zu erwarten. Bis zum Jahresende dürfte sich gar nichts tun. Für Geldanlagen empfehlen sich in der derzeitigen Situation kurzfristige Festgelder bzw. Tagesgeldkonten.

In den letzten Monaten fand eine Zinssenkung nach der anderen statt. Zuletzt senkte die Bank of Scotland die Zinsen für ihr Tagesgeldkonto von 3,0 auf 2,5 Prozent – obwohl man gerade erst mit einer groß anlegten Werbekampagne im Fernsehen für die 3,0 geworben hatte.

Die Mercedes-Bank brachte gar das Kunststück zustande, innerhalb eines Monats (Juli) zwei Zinssenkungen für ihr Festgeld durchzusetzen.

trichet

EZB-Präsident Trichet

Da die letzte Leitzinsanpassung der Europäischen Zentralbank vom Mai schon einige Monate zurückliegt, dürfte sich dieser wichtige Einflussfaktor jetzt in den Angeboten auf dem Markt niedergeschlagen haben.

Gestern bezeichnete EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in einer Pressekonferenz nach einer Sitzung des EZB-Rates das gegenwärtige Zinsniveau als angemessen.

On the basis of its regular economic and monetary analyses, the Governing Council decided to leave the key ECB interest rates unchanged. The current rates remain appropriate, taking into account all the information and analyses that have become available since our last meeting on 6 August 2009.

Die Bundestagswahlen in Deutschland, dem größten Mitglied in der Euro-Zone, könnten auch eine Auswirkung auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung haben. Sollten sich die optimistischen Einschätzungen einiger Wirtschaftsexperten bewahrheiten und die Talsohle der Wirtschafts- und Finanzkrise tatsächlich schon durchschritten sein, dürfte das Zinsniveau langfristig auch wieder ansteigen.

Doch Kritiker sehen in den Milliardensummen, die in das Bankensystem gepumpt wurden, eine Gefahr: “Wie kann die Liquidität wieder aus dem Markt herausgenommen werden”, fragte sich sogar der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Hier ist ein reales Inflationsrisiko gegeben.

Somit lässt sich in der gegenwärtigen Situation keine Prognose über das zukünftige Zinsniveau für Festgeld und Tagesgeld abgeben. Ende des Jahres, wenn sich der “Wahlkampfnebel” gelichtet und eine neue Regierung gebildet hat, sollte aber Klarheit bestehen, wohin die Reise geht. Wer jetzt Geld anlegen möchte, kann weder etwas falsch, noch etwas richtig machen – die zukünftige Entwicklung ist einfach zu unsicher.

Der innerhalb des letzten Jahres deutlich abgesenkte Leitzinssatz der EZB macht den Rentenfonds zu schaffen. Gerade die auf Staatsanleihen spezialisierten Fonds finden kaum noch renditeträchtige Anlageoptionen. Kein Wunder: Wie die FAZ berichtet, ist die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen von stolzen neun Prozent zur Zeit der deutschen Einheit auf jetzt nur noch 3,4 Prozent abgesunken.

Eine Auflistung einiger Rentenfonds zeigt, dass die Situation schwierig ist: Selbst der Thames River Global Bond Euro, der in den letzten drei Jahren die beste Performance zeigte, konnte in den letzten sechs Monaten nur noch 0,54 Prozent zulegen.  Unter diesen Umständen erscheint ein Investment in Rentenfonds derzeit nur als Ergänzung des eigenen Portfolios empfehlenswert, große Renditen sind hier nicht zu erwarten. Die Zinskonditionen der Direktbanken für Festgeld und Festzinsanlagen liegen hier deutlich vorne.

Mit Wirkung vom 13. Mai ist der der EZB-Leitzins erneut abgesenkt worden: Von 1,25 Prozent auf jetzt nur noch 1,00 Prozent. Somit gab es drei Absenkungen innerhalb von zwei Monaten.

Am 11. März wurde der für das gesamte Finanzgeschäft so wichtige EZB-Satz bereits von 2,00 Prozent auf 1,50 Prozent reduziert, am 8. April dann auf 1,25 Prozent.

Bundesbankpräsident Axel Weber hatte ja bereits Ende April weitere Leitzinssenkungen eingefordert, eine Null-Zinsen-Politik aber abgelehnt. Ob nun noch eine weitere Senkung folgen wird? Vermutlich dürfte es erst einmal bei dem derzeitigen Satz bleiben. Für Festgeldanlagen sind mit einer gewissen zeitlichen Verzögerungen weitere Anpassungen der Konditionen nach unten hin zu erwarten. Es gilt also nach wie vor: Lieber jetzt einsteigen, als noch ein paar Monate warten.

Übrigens scheint die Dynamik des Leitzinses auf Finanzangebote, die für Privathaushalte bestimmt sind, geringer zu sein als bei solchen, die größere Unternehmen ansprechen. Das belegt ein Handelsblattartikel, der die Kreditkonditionen in der jüngsten Vergangenheit beleuchtet.
Nun sind Kredit und Festgeld zwar zwei Paar Schuhe, doch gewisse Rückschlüsse sind hierbei schon zulässig.

Das Tagesgeld-Angebot der Bank of Scotland ist mal wieder eine hochverzinste Festgeld-Alternative. Das Tagesgeld kommt nah an die magische 4-Prozent-Hürde heran. Mit seinen derzeit 3,8 Prozent Zinsen ist die Verzinsung nicht nur nah, sondern sehr nah dran!

Die Bank of Scotland garantiert für das Tagesgeld-Angebot, dass die Verzinsung immer über dem Leitzins der Europäischen Zentralbank bleiben wird. Auch wenn dieser sich auf einem sehr niedrigen Niveau bewegt, ist das immerhin eine kleine Absicherung. Das Bank of Scotland Tagesgeld ist via Online-Banking täglich verfügbar, außerdem ist keine Mindesteinlage erforderlich, Zinsen gibt es also ab dem ersten Euro.

Als Alternative zur Bank of Scotland könnte noch das Comdirect-Tagesgeld gesehen werden, das sogar noch eine 0,2 Prozentpunkte höhere Rendite anbietet.

Bei den Zinsen, die natürlich neue Kunden anlocken sollen, ist immer zu bedenken, dass sie nicht langfristig fixiert sind, wie dies beim Festgeld der Fall ist. Dafür erhält man jedoch auch eine größere Flexibilität und kann sein Kapital ohne Kündigungsfrist und verlustfrei bewegen
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Wenn man sich Bewusst macht, dass das Zinsniveau weiter sinken wird, ist für langfristige Engagement vielleicht doch ein Festgeldprodukt geeigneter, beispielsweise das Wüstenrot-Festgeld.

Trotz allem ist das Tagesgeldangebot der Bank of Scotland eine gute Ergänzung für jedes Anlageportfolio.




Bundesbankpräsident Axel Weber hat in einem Interview mit der FAZ (Online) eine weitere Leitzinssenkung der EZB angeregt:

Eine Verringerung des Leitzinses von 1,25 auf 1 Prozent halte ich für geboten, weil die Wirtschaft noch für geraume Zeit hinter ihrem Wachstumspotential herhinken wird.

Gleichzeitig deutete Weber an, dass mit einer solchen Zinssenkung eine vernünftige Untergrenze erreicht sei.
Hier der Link zum FAZ-Interview mit Axel Weber.

Dies Aussage Webers macht deutlich, dass das Zinsniveau noch weiter sinken wird. Durch eine Anlage in Festgeld zum jetzigen Zeitpunkt kann das bei einigen Anbietern noch relativ hohe Renditenniveau ausgenutzt werden.

Verbessern werden sich die Angebote kaum, viel mehr ist im Jahresverlauf mit weiteren Zinsrückschritten zurechnen, bis gegen Jahresende eine Stabilisierung eintreten könnte. Der Leitzins der EZB wurde erst am 8. April auf seinen derzeitigen Wert von 1,25 Prozent abgesenkt. Beachten Sie auch den Hintergrundartikel zum Thema Leitzins.