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Zinssatz
Leitzins EZB: 0,00 % (seit 16.03.2016)
Int. Banken
Der Markt für Festgeld bietet eine Menge an unterschiedlichen Angeboten. Hier haben wir die wichtigsten Infos gesammelt und informieren Sie regelmäßig über neue Entwicklungen rund um das Thema Festgeld.
Ihnen gefällt das Informationsangebot von Festgeld-Test.com? Unser Mix aus Hinweisen auf die aktuellen Zinsen für Festgeld und volkswirtschaftliche Analysen, damit Sie Ihre Strategie optimieren können? Dann freuen wir uns, wenn Sie uns weiter empfehlen!

Krise und kein Ende – man kann es bald nicht mehr hören. Das Vertrauen in unsere politische Führung sinkt zudem massiv ab. Laut einer gestern in den ARD-Tagesthemen vorgestellten Untersuchung, der Juni-Ausgabe des Deutschland-Trends, kann sich die Bundesregierung nach der Meinung von 74 Prozent der Befragten nicht gegen die Finanzmärkte durchsetzen. 67 Prozent machen sich Sorgen um ihre Ersparnisse – und eine drei-viertel-Mehrheit von 75 Prozent geht davon aus, dass uns der schlimmste Teil der Krise erst noch bevorsteht.

Zahlen, die erschrecken. Aber wir wollen hier ja konstruktive Ratschläge und praktische Tipps geben. Was soll man jetzt tun? Sicher nicht die Banken stürmen, die Konten und Depots plündern und das Geld im Garten vergraben – es gibt nach wie vor diverse Möglichkeiten, um auch in einem schwierigen Umfeld Renditen zu erwirtschaften.

Um flexibel zu bleiben und auf Marktbewegungen schnell reagieren zu können sollte das Vermögen zumindest teilweise in Tagesgeld angelegt werden. Ein Tagesgeldkonto bietet einen verlustfreien Zugriff auf das Ersparte (bei Festgeld sind hier oft schmerzhafte Abzüge zu ertragen). Daneben ist Festgeld weiterhin eine solide und sich gut verzinsende Form der Geldanlage.

Das hier vorgestellte Tagesgeld der Comdirect-Bank oder auch der „Klassiker“, das Tagesgeld der Bank of Scotland, sind hier die Mittel der Wahl.

Nochmal: Kein Grund zur Panik! Tagesgeld ist durch seine Felxibilität ein Produkt, das für praktisch jeden in Frage kommt – und die Einlagensicherung bietet einen relativ guten Schutz für Ihr Geld. Wenn alle Kunden die Banken stürmen, dann werden diese allerdings in der Tat zusammenbrechen. Behalten Sie also einen kühlen Kopf und eine ruhige Anleger-Hand – es komme auch wieder bessere Zeiten, zudem die makroökonomische Situation sich ja gerade zu verbessern scheint, die Exporte ziehen an.

Auch wenn wir es hier nicht mit einer aktuellen Nachricht zu tun, möchten wir doch darauf hinweisen, dass das Tagesgeld der Comdirect von der Stiftung Warentest (bzw. genauer durch die Finanztest, die auf Geld und Versicherungen spezialisierte Publikation) in der Ausgabe 3/2009  zum Testsieger erklärt wurde. Sieht man sich den derzeitigen Zinssatz für das Comdirect Tagesgeld an, der bei 2,1 Prozent steht, so steht einer Empfehlung auch heute nichts im Wege.


comdirect

Nur Anlagen bis 5.000 Euro erhalten den Top-Zins der Comdirect

Kleiner Nachteil: Nur Geldanlagen bis zu einer Höhe von 5.000 Euro kommen in den Genuß dieser attraktiven Zinsen. Für höhere Anlagen müssen hier deutlich ungünstigere Renditen akzeptiert werden.

Kleiner Bonus: Gewinnspiel

Neukunden nehmen automatisch an einem spannenden Gewinnspiel teil: Neben der Verlosung von neun Apple IPads besteht der Hauptpreis in einer Verdoppelung der Einlagen (mindestens 1.000 Euro, maximal 30.000 Euro werden hierbei ausgezahlt).  Die Verlosung findet am 30.06.2010 statt, bis dahin sollte das Tagesgeldkonto aktiviert sein.

Das Tagesgeld der Comdirect wurde bisher bereits über eine Million mal eröffnet – und ist damit eines der beliebtesten, wenn nicht sogar das beliebteste Tagesgeld auf dem deutschen Markt.

Um es Vorweg zu nehmen: Es besteht kein Grund zur PanikFestgeld ist nach wie vor eine sichere Form der Geldanlage. Auch wenn derzeit ein Run auf Gold zu beobachten ist: Der Euro wird mittelfristig eine stabile Währung bleiben. Bei aller Kritik, die man zu den jüngsten Entwicklungen in der Griechenlandkrise äußern kann – deren negative Auswirkungen auf den Euro werden, wenn überhaupt, erst langfristig Wirkung zeigen.

Für die Anlagestrategie bedeutet dies derzeit: Nicht zu lange investieren. Kurze Laufzeiten, und die Festgelder zudem noch stückeln bei unterschiedlichen Laufzeiten, um jederzeit liquide zu bleiben. Einen „Notgroschen“ könnte man auch in ein Tagesgeldkonto investieren, da hier keine Laufzeiten zu beachten sind. Sie sollten in der derzeitigen Situation kein Festgeld über 10 Jahre oder einen vergleichbar langen Zeitraum in ihr Anlageportfolio aufnehmen – dazu ist die wirtschaftliche Entwicklung und zu unsicher, eine anziehende Inflation ist in den nächsten Jahren nicht auszuschließen.

Empfehlenswerte Angebote sind die Festgelder der Bank of Scotland und das Festgeld der Mercedes Bank.

Für ein Tagesgeldkonto ist derzeit auch die 1822direkt Bank eine gute Adresse, die ihre Konditionen seit einiger Zeit bei guten 2,0 Prozent p.a. halten kann – und hier steht eine Sparkasse dahinter –  also auch für Kunden interessant, die allen Geschäftsbanken grundsätzlich misstrauen.

Diese Ratschläge zur Stückelung hat der aufmerksame Leser von Festgeld-Test.com bereits in der Vergangenheit erhalten, und es besteht kein Grund, hieran etwas zu ändern. Festgeld wird auch in zwei Jahren und auch in 10 Jahren noch eine gute Form der Geldanlage sein, mit einem ausgewogenen Mix von attraktiver Rendite und geringem Risiko. Kein Grund zur Panik am Festgeldmarkt, sozusagen.

Die Bank of Scotland senkt mit Wirkung von heute an die Zinsen für das Festgeld. Betroffen ist aber nur die Laufzeit über zwei Jahre (48 Monate).  Bei monatlicher Auszahlung sind jetzt noch Renditen von 3,15 Prozent, bei jährlicher Auszahlung von 3,20 Prozent vorgesehen (vorher 3,50 Prozent bzw. 3,46 Prozent). Für die übrigen Laufzeiten ändert sich nichts.


www.bankofscotland.de

Die Bank  aus Schottland mit dem „sparsamen“ Namen hat in den letzten Monaten des öfteren kleinere Korrekturen an ihren Zinsen vorgenommen. Zudem wurde im April der Laufzeiten-Katalog geändert und eine Anlagedauer von fünf Jahren eingeführt.

Nach wie vor ist das Festgeld der Bank of Scotland eine der derzeit am besten verzinsten Anlagen überhaupt und durch die britische Einlagensicherung, der man eine hohe Stabilität unterstellen darf, auch gut abgesichert. Hier finden Sie mehr Infos zu den Anlageoptionen.

Angesichts der permanenten Krisenstimmung bzgl. der Haushaltslage in Griechenland wir sich der ein oder andere sicherlich fragen, ob Festgeld noch sicher ist? Taugt diese Anlageform auch in turbulenteren Zeiten?

Zuallererst muss einmal festgestellt werden, dass die Stimmung derzeit schlechter ist als die aktuelle Lage. Die griechischen Finanzen sind eine Belastung für den Euro – und damit auch für die meisten Formen von Geldanlagen. Doch durch den Einlagensicherungsfond, hinter dem ja durchaus starke Banken stehen, sollte man die ganze Sache etwas gelassener betrachten. Zudem eine nennenswerte Geldentwertung derzeit nicht zu erkennen ist und die Renditen der Festgelder in Anbetracht dieser Tatsache so schlecht nicht sind. Um schnell einen Überblick zu erhalten, sollten Sie sich unseren Festgeldvergleich ansehen mit knappen Informationen über die unserer Meinung nach attraktivsten Festgeldangebote.

Beachten Sie die Grundregel: Je höher die Rendite, desto höher das Risiko. Wir stellen hier nur Angebote vor, bei denen man von einem geringen Ausfallrisiko ausgehen kann, da sie entweder durch die deutsche oder die britische Einlagensicherung abgesichert sind. Für Anlagen in der haushaltsüblichen Höhe besteht demnach nur ein geringes Risiko. Wertpapiere aus Griechenland, Island & Co. werden hier nicht beworben!

Und wenn Sie immer noch nicht überzeugt sind: Welche Alternativen gibt es denn? Aktien oder Immobilien erscheinen derzeit nur bedingt attraktiv, der Kauf von Gold hat Vorteile und Nachteile und ist wohl eher als eine zusätzliche Absicherung zu empfehlen. Sichere Renditen hingegen erwirtschaftet Festgeld – und sollte somit in keinem privaten Portfolio fehlen.

Die Bank of Scotland hat die Palette an Laufzeiten für das Bank of Scotland Festgeld überarbeitet. Die Anlagedauer über drei Jahre (36 Monate) ist weggefallen, hinzugekommen ist die Möglichkeit, das Festgeld über 5 Jahre (60 Monate) anzulegen. Die Zinsbedingungen finden Sie in unserem aktualisierten Profil des Bank of Scotland Festgeld.


www.bankofscotland.de

Im Zuge dieses Änderung wurden auch die Zinssätze angepasst. Für das neue 5 Jahre- Festgeld bietet die Bank of Scotland 3,90 % Zinsen p.a. – ein sehr attraktiver Wert für ein Festgeld.

In einem neuen Bericht warnt der Internationale Währungsfonds (IWF) davor, dass die globale Finanzkrise noch nicht ausgestanden sei. Werde die überbordende öffentliche Verschuldung nicht angegangen, „gibt es ein echtes Risiko, dass die Erholung untergraben und die Finanzkrise in eine neue Phase hinein verlängert wird“, wird José Viñals, Chef der IWF-Abteilung für Geldpolitik und Kapitalmärkte im Manager Magazin zitiert .

Die Schuldenkrise sei nicht etwa nur ein Problem für Griechenland. Vielmehr habe der Verschuldungsgrad der größten Wirtschaftsnationen gemessen an ihrer Wirtschaftsleistung das höchste Niveau seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht. Ein daraus resultierender „Risikoaufschlag“ für Staatsanleihen und letztlich steigende Zinsen für privatwirtschaftliche Kredite könnte die Finanzkrise weiter in die Länge ziehen.

Größte und wichtigste Aufgabe der Regierungen sei die Sanierung der eigenen Haushalte, so der IWF. Es gibt aber auch eine positive Meldung: Der Internationale Währungsfonds verringerte seine Schätzung über die Abschreibungen der Banken von bislang 2,8 Billionen auf 2,3 Billionen Dollar (1,7 Billionen Euro) seit Beginn der Finanzkrise 2007 bis heute. Die Lage der Banken ist also besser, als man bisher befürchtet hatte. Dadurch sinkt die Gefahr von Bankenpleiten und eines Zusammenbruchs der Einlagensicherung.

Informationen zum Internationalen Währungsfonds finden Sie auf dessen Website.

In Griechenland hat ein Run auf die Banken eingesetzt. Wie SPIEGEL ONLINE unter Berufung auf eine Studie der Commerzbank berichtet, haben die griechischen Bürger in den vergangenen drei Monaten fast acht Milliarden Euro von ihren Sparkonten abgehoben und in die Schweiz, nach Zypern und Großbritannien überwiesen. Transaktionen in dieser Größenordnung kenne man sonst nur von bei Bankenkrisen in Schwellenländern.

Die Kreditwürdigkeit Griechenlands hat sich dramatisch verschlechtert. Die griechische Regierung muss für Staatsanleihen derzeit 3,9 Prozentpunkte höhere Zinsen zahlen als beispielsweise Deutschland – die höchste Differenz seit dem Eintritt des kleinen Balkanstaates in die Euro-Zone.

Auch der Wert des Euro leidet unter der Griechenland-Krise – gegenüber dem US-Dollar ist die Gemeinschaftswährung auf einen Kurs von unter 1,34 Dollar je Euro abgerutscht. Der stärker werdende Dollar macht Geldanlagen im US-Währungsraum wieder attraktiver. Früher oder später könnte sich auch die EZB genötigt sehen, den Euro durch eine Anhebung des Leitzins wieder international attraktiver zu machen – zumal ja die Konjunktur langsam, aber sicher wieder anzuziehen scheint.

Ihre Erfahrungen
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Festgeld-Zitat
"Der eine spart, der andere braucht Geld, das er noch nicht hat. Das muss organisiert werden. Das nennt man Bank. So einfach ist das."

Wolfgang Schäuble, Finanzminister

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