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Int. Banken
Der Markt für Festgeld bietet eine Menge an unterschiedlichen Angeboten. Hier haben wir die wichtigsten Infos gesammelt und informieren Sie regelmäßig über neue Entwicklungen rund um das Thema Festgeld.
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Das neue Jahr steht vor der Türe – und die letzten Wochen und Monate kann man durchaus als turbulent bezeichnen. Diese Woche steht im Zeichen des „cheap money“, mit dem sich die europäischen Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) eindecken können.

Gleichzeitig nimmt das Misstrauen der Banken untereinander jedoch zu, die Zwischenbankgeschäfte (also das Verleihen von Geld von Bank zu Bank, unter Ausschluss von Nichtbanken) gestalten sich zunehmend schwieriger. Grund hierfür ist das wachsende Misstrauen der Banken in die Solvenz ihrer Wettbewerber, dass man zum Beginn der Finanzkrise 2008 bereits schon einmal beobachten konnte.

Dazu liefert ein Artikel in der F.A.Z. Zahlen:

Am Mittwoch teilte die Notenbank mit, dass die Einlagenfazilität vor Weihnachten knapp 452 Milliarden Euro betragen hat. Dies ist der höchste Stand bislang.

Am Vortag waren es noch 412 Milliarden Euro gewesen. Das alte Rekordhoch stammt vom 11. Juni 2010, als 384 Milliarden Euro erreicht worden waren. In der Einlagenfazilität parken die Banken überschüssige Liquidität über Nacht. Ihre Höhe ist ein Krisenindikator, weil sie anzeigt, dass die Institute lieber einen Zinsverlust in Kauf nehmen, als die Mittel am Geldmarkt an Wettbewerber zu verleihen. Dort verharrt die Risikoprämie, also die Differenz zwischen dreimonatigen Ausleihungen (Euribor) und sicheren Übernachtkrediten (Eonia) mit 1 Prozentpunkt auf einem fünf Mal so hohen Niveau wie zu normalen Zeiten.

Der Autor mutmaßt, dass, sollte die Einlagenfazilität bis Februar nicht zurückgehen „und weiter auf dem hohen Niveau von 300 bis 400 Milliarden Euro bleiben, dann könnte dies ein Indiz dafür sein, dass die Geldschwemme der EZB nicht im Wirtschaftskreislauf ankommt und eine Kreditklemme gerade im Süden Europas immer wahrscheinlicher wird.“

Was könnte eine solches Zurückhalten von Geld nun für den privaten Anleger bedeuten? Allgemeiner: Wie wird sich der Festgeld-Markt, den wir hier ja nun schon seit einigen Jahren beobachten, im neuen Jahr 2012 weiter entwickeln? Welche Zinsentwicklungen sind zu erwarten, und wie sollte man sich als privater Geldanleger hier positionieren? Unsere Prognose können Sie hier Anfang Januar nachlesen.

Das Team von Festgeld-Test.com wünscht allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr!

1 Kommentar zu „Banken kassieren Geld – und misstrauen sich gegenseitig“

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Festgeld-Zitat
"Der eine spart, der andere braucht Geld, das er noch nicht hat. Das muss organisiert werden. Das nennt man Bank. So einfach ist das."

Wolfgang Schäuble, Finanzminister

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